Band 
Dreyzehnter Band.
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624 Reisen und Entdeckungen

Beschreib, niemals durch einige Uebormaaß, weder der Hitze noch der Kälte beschwerlich fällt , abson«»oMe»fpacherlich da nach dem wettern Berichte eben dieses Schriftstellers, das Wasser, das man da-nken. selbst trinkt, niemals kälter ist, als die Luft. Es geht kein einziges Jahr ohne dreymalige

-' Erndte vorbey. Die erste geschieht im Brachmonate, von der Saat im Weinmonate,

und heißt Riego oder Waffererndte. Die zweyte heißt el temporale oder die zeitige,und geschieht im Weinmonate von der im Brachmonate ausgestreueten Saat. Die dritte' nennet man Aventurera, oder die zufällige, weil sie nicht so gewiß erfolget ae). Mansäet, was diese betrifft, im Wintermonate auf den Abschuß wohl angefeuchteter Berge, unddie Zeit der Erndte beruhet auf der Beschaffenheit der Luft. Die beständige Erfahrung leh-ret, daß der Maiz, darinnen die hauptsächlichste Nahrung der Einwohner besteht,weit mehr trägt, wenn er zwischen dem März. und Maymonate gesäet wird r/). Danun eben zu selbiger Zeit die Feuerberge, davon eö in Neuspanien eine große Menge giebt,am allerheftigsten toben: so schließt man daraus, es sey sodann der Erdschwefel in einerfür diese Frucht vortheilhaften Bewegung begriffen.

Wüstenwinde. Dampier bemerket, es habe die neuspattische Küste eben dergleichen beständige Winde,als Guinea, und bliesen sie beständig an der ganzen Küste zwischen dem zehnten und zwan-zigsten Grade, ungefähr aus Westen. Unter den veränderlichen Winden blasen die aller«ungewissesten und unordentlichsten zwischen dem Vorgebirge Gracia de Dros und demVorgebirge la Vela. Der ordentlichste ist zwischen Nordost, und Ost. Er bläst alle-mal zwischen dem März und Wintermonate, ausgenommen nur, wenn er von den Oc-eanen zurückgehalten wird; denn diese erheben sich bey nahe allemal gegen den Wind Undbesuchen im May-Brach-Heu-und Augustmonate diese Küste sehr stark, absonderlichin der Gegend zwischen dem Darienflusse und Costa cicca. Von dem Wintermonatebis in den Märzen hat man zwar Westwinde, sie sind aber weder gewiß noch heftig. Amallerstärksten regieren sie im Christmonate und Jenner. Sowohl vor als nach besagtenbeyden Monaten, wird der ordentliche Wind nie unterbrochen, als etwa ein paar Tage langum die Zeit des Neu-und Vollmondes; und wenn die Westwinde an dieser Küste am al-lerstärksten und längsten blasen, so regieret auf der See nichtsdestoweniger der Ostwind sowohl,als zu jedweder andern Zeit. Doch treibt zuweilen ein Nordwind den ordentlichen Windgegen Costa ricca zurück. Wer, so viel den Wind betrifft, eine Reise von langer Dauerzu machen hat, der muß die Zeit der Westwinde dazu wählen; sonst pfleget man über denSeebusen von Florida zu setzen, und hernach so weit gegen Norden zu gehen, bis man dieveränderlichen Winde antrifft; sodann aber, ehe man sich gegen Süden wendet, soweitals man für gut befindet, gegen Osten zu laufen. Dieses ich der Weg, den man ausNeuspanien nach Guinea nehmen muß.

In der Campechebay, zwischen dem Vorgebirge Concedcdo und dem gebirgichtenStriche St. Martin blasen die Landwinde mit ungemciner Stärke, behalten dieselbige auch,auf zwo bis drey Meilen weit vom Strande. Mitten in der Bay, wo das Land von

Ost

„werde. Den 8ten May gehe die Sonne über Mexico „zuweilen nicht gut, aklzuleicht gekleidet zu gehen; hin-„wcg gegen Mitternacht, komme den i;ten des Heu- „gegen sey es zum menschlichen Leben sehr gesund. „„monatcs wieder zurück, und werfe diese Zeit über den 2. B. 97 Cap. Correnl klaget, es sey in der Gegend„Schatten gegen Mittag. Das Land sey also beschaf- des Sees wegen der aus selbigem aufsteigenden Dün-„ftn, daß die Kleider wenig Verdruß machten, ja es sey ste, zuweilen ungesund, i Cap. 66 S.