Band 
Ein und zwanzigster und letzter Band.
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von Island nach Bergen. zz

es wären ihrer nenne gewesen; sie hatten sich nur vier Seemeilen von der großen Instl be- Rerguelenfunden und wären bey einem Erdbeben verschlungen worden. So viel ist gewiß, daß sienoch auf allen Karten sind, daß aber keine Spur mehr davon zu sehen und daß an die- ^ ^ ' -

sem Orte de§ Meeres aus der ganzen Küste die größte Tiefe ist. Uebrigens ist es nichtschwerer, sich vor zu stellen, daß diese Inseln von Erdbeben und Entzündungen der Erdeverschlungen worden, als sich ein zu bilden, daß Island selbst von dem unterirdischenFeuer hervorgebracht worden, wie ein berühmter Naturkündiger denket "), welcher vor-giebt, die Feuer speyenden Berge hätten es erzeuget und es sey ein Kind der Erde.

Da ich an eben dem Tage zu Mittage die Breite beobachtet hatte, so jäh ich, daßich gerade unter dem Polarzirkel war. Ich wollte meinen Laus gegen Norden fortsetzen:ich wurde aber durch eine Kette Eis aufgehalten, die sich von dem Nordcap so weit erstre-ckte, als das Gesicht nur gegen Nordwesten tragen konnte. Ich wollte mich mit einerschwachen baufälligen Fregatte, welche Wasser zog, und wegen ihrer großen Lange schwerin dem Eise zu regieren war, nicht hinein wagen. Ich hielt es also für rathsam, wiedernach Süden zu gehen; und weil ich verbunden war, in einem Haven an zu legen, damitich Holz und Erfrischungen bekäme, so wähleke ich, um nach Bergen in Norwegen zu ge-hen, die Zeit, welche die Fischer anwenden wollten, einen Weg durch das Eis zu suchen,um die Insel Griins und die Spitze Langmeß zu erreichen.

Den Losten zu Mitternacht, da wir unsern Lauf gegen Westsüdwest nahmen, um bey Eisbank,einem Nordostwinde und starkem Nebel auf der Höhe vor den Vogelinseln vorbey zu gehen,rief man von dem Vordereasielle, wir waren auf dein Eise. In eben dem Augenblickesah ich auch wirklich am Steuerbords große Stücken Eis, welche einen Theil einer Eis-bank ausmacheten, deren äußerstes Ende vor mir war. Ich ließ so gleich am Backbordeumlegen, um sie mit dem Winde zu umfahren, und ich gieng so nahe an derselben vorbey,daß ich an viele losgerissene Stücke stieß , die uns aber keinen Schaden thaten, obgleichdie Fregatte einige harte Stöße davon empfand.

Es lassen sich hier füglich einige Verrichtungen erwähnen, welche denjenigen nütz- Betrage»lich seyn könrwn, die sich zum ersten Male im Eise befinden. Man darf sich nicht wun-mitten imdern, daß sie über den Anblick dieser ungeheuren Klumpen erschrecken, die oft um sie her- Eise.um mit einem entsetzlichen Krachen zerbrechen. Ihre Furcht wird verschwinden, wenn sieerfahren werden, daß die Schisse oftmals eine Zuflucht in dem Eise gesuchet, oder dieSchiffer sich dazwischen begeben haben, um sich vor dem Sturme zu sichern, weil dasMeer mitten unter den Eisschollen allezeit schön und manchaselbst-wie in einem Haven ist.

Man muß aber 'Acht haben, daß man das Schiff mit alten Tauenden, Matratzen undStrohsäcken wohl verwahret. Man kann sich auch an einer Eisscholle befestigen, wennman eiserne Nagel von fünf Fuß lang hineinschlagt, woran man kleine Taue knüpfet, dieman am Borde, vermittelst des Spieles oder Haspels, vorn und hinten am Schiffe fest an-spannen muß. In Ermangelung der eisernen Nagel bedienet man sich Haken und Klam-mern , welche man mit Schlägeln in das Eis hineintreibt. Man läßt die Segel einnch-men oder einbinden, lind man befindet sich alsdann wie an einem Kay odex an einer Bunebefestiget. Man muß sich hüten, daß man sich nicht an eine gar zu hohe Eisscholle be-festige; denn man sieht hohe Schollen, die beständig brechen und auseinander gehen.

Wenn

0 clc iZne lubterrsneo. p. 14.

Allgem.Reisehcschr. XXI Band. E