in die Nordsee.
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hundert Faden Kabeltau ablaufen, und stehen oft grimmige Windstöße vor Anker aus. LerguekenEs gehen auch zuweilen einige durch folgenden Zufall zu Grunde. Die Schiffe laufen Tremarec.durch die Bewegung des Hin - und Wiederrüttelns auf ihr Kabeltau, kommen darnach in , .
die Queere, und wenn das Kabeltau unter den Kiel kömmt, so werden sie zuweilen um-geworfen.
Den 2gsten August früh Morgens um drey Uhr, da ich das Senkblei) ausgeworfenund vier und zwanzig Faden Wasser auf einem Sandgrunde gefunden hatte, und da ichzwischen den ersten Banken von Norden war, warf ich einen kleinen Anker aus, umden Fluthwechfel zu erwarten. Um sechs Uhr, da die Winde frisch aus Ostjudosten ka-men, gkeng ich unter Segel, und nahm den Lauf nach Südsüdwesten. Um neun Uhr er-blicke te ich die Thürme von Ostende, welche gegen Süden ein Vierkhel Südwest in einer wegen derEntfernung von fünf Meilen blieben. Ich fuhr fort, gegen Südsüdwesten zu laufen, Einfahrt beyweil die Fluth mit Gewalt nach Osten trieb. Zu Mittage blieben mir die Thürme zwey Ostcnüe.Drittheile einer Meile gegen Süden. Ich that drey Canonenfchüsse, die Lotsen herbeyzu rufen, welche verzögerten, an Bord zu kommen, und um halb Eins lief ich zwischendie Havendämme hinein. Die Fluth steng an, aus dem Haven wieder ab zu laufen,welches mich in den Fall seßete, an einer Bank zu scheitern, die am Steuerborde ist, wennman zwischen die Damme hinein geht. Zum Glücke fand sich eine Schaluppe aus demHaven ein, welche geschwind ein Tau zur Befestigung an den Pfeilern des Ostdammes,oder des am Backborde, wenn man einfährt, brachte.
Wenn man von der Nordfeite kömmt, um das Land bey Ostende ansichtig zu wer-den, so sieht man anfänglich zween Thürme, wovon der stärkste, der eine lange Spitzehak, der von der Pfarrkirche ist. Der andere, welcher oben in eine Gallerie ausläust,ist der Rakhhausthurm, worauf die Stadtuhr ist. Wenn man an das Land will, so mußman die beyden Thürme einen hinter den andern bringen, bis man die Ankerboye erblicket,welche an dem äußersten westlichen Ende der Queerbank ist, auf welcher eine kleine rotheFlagge ist, die man am Backborde läßt. Man steuret darauf nach dem Ostdamme,welcher der sicherste ist, und an welchem man so wohl bey dem Einlaufen, als bey demAuslaufen, hinfahren muß. Man geht bey vollem Meere über den Strooin und überdie Gueerbank. Das Meer steigt auf diesen beyden Banken achtzehn Fuß hoch. Eindazu angenommener Lotsmann ist verpflichtet, vermittelst einer kleinen blauen Flagge, die erbey halber Fluth aufstecket, zu erkennen zu geben, daß die kleinen Schiffe einlaufen kön-nen. Den großen Schiffen meldet er es dadurch an, daß sie in den Haven einlaufenkönnen, daß er eine andere blaue große Flagge aufstecket, worinnen man einen Adler sieht.
Wenn keine Flagge aufgestecket wird, so ist es ein Merkmaak, daß nicht Wasser genug da ist.
In diesem Falle muß man,wenn es volles Meer ist, die Partey ergreifen, wieder um zu keh-ren, und in die hohe See zu gehen oder Anker zu werfen. Man kann auf der Rhedeoder am Fuße des Gtroomes und in Westnordwesten von der Slueerbank in sechs bissieben Faden Wasser auf einem Sandgrunde ankern. Das Meer steigt zu Ostende beyden Neu- und Vollmonden neunzehn Fuß und in den todten Wassern vierzehn Fuß»
Bey der Ebbe bleiben sechs bis sieben Fuß Wasser über dem Stroom. Das Merk-maal, ihn zu vermeiden, ist, daß man zwischen den beyden Thürmen eine Oeffnung vonder scheinbaren Größe des stärksten unter den beyden Thürmen behalte, die man gegen
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