Vorrede.
fetten mit dem Römischen Stuhl auch einen Haß der TeutschenDürsten sich über den Hals geladen/welcher endlich dahin ausgebro-chen/ daß er von denenselben abgesetzt/ und König Friedertch vonSicilien/ K. Heinrich des VI. Sohn / An. 1210* an seine Stellewäbleten; Kayser Otto schwächte sich hierauf durch die unglückli-che Schlacht bey Lovines An. 1214. Wider den König in Franck-reich/?Kllippum AuZuüum, der die Teutschen Fürsten wider ihnverhetzet hatte/ so sehr/daß erKayser .Friederichen II. bey Besitzungdes Kayserthums nur geruhig lassen muste.
Sowohl sich aber Anfangs die Freundschafft Friderici II. mitdem Römischen Stuhl anließ / so dauerte doch dieselbe nicht lange/sondern er stifftete tausend widrige Händel/und zwar so lange/bisendlich Innocentius der IV. An. 124$, auf dem Concilio zu Lyongezwungen wurde/ denKayfer in Bann zu thun/und ihn des Reichsverlustig zu erklären; woraufLandgrafHeinrich von Thüringen/und nach diesem An. 1248. GrafWilhelm von Holland zuKaysemaufgeworffen wurden. Kayser Friederich widersetzte sich zwar die-sem Beginnen aufs hefftigste/ eS liessen aber alle seine Sachen un-glücklich ab/ bis er endlich selber An. 1250. zu Fioremola in Apulienmitten unter feinen Krieqs-Fxpeditionen verstarb.
Nach seinem Tod fieng das grosse inter-keZnum av/und hatteTeutschland 2 z. Jahr lang kein gewisses Haupt; Kaysers FridericiSohn war zwar bey seines Vatters Zeiten schon zum RömischenKönig gemacht worden / allein er ward in Apulien von seinemBruder Manfried An. 12 54. ermordet. Graf Wilhelm von Hol-land ward auch An. 1256. von seinen rebellischen Friesen erschla-gen; bey so gestalten Sachen thäte ein jedweder was ihm beliebte/die Raubereyen und Befehdungen nahmen so überhanv / daß 60.Reichs- und andere Städte genöthiget wurden / wegen des über-handnehmenden Raubens / zu Beschirmung deren Strassen / An.i2?f. zusammen in einen Bund zu tretten / in welchen sich auchChurfürst Ludwig von Pfaltz / und andere fürnehme Reichs-Stände begeben; die Stände sahen zwar wol / daß diese Unord-nung den Untergang des Reichs befördern würde / und schritten
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