374 Lib. II. Cap. X. Von den weltlichen Reichs«Dürsten/
Reichs «Fürsten, Grand erhoben/ die Imroäuökion erfolgte ^nno1654.
Der Wappen-Schild dieser Fürsten und Grafen wird von 2.Zwerch-Linien in drey Theil getheilet/ die obern zwey Theil halten jedwe-der drey / der untere aber nur zwey / und folglich der völlige Schild 8. Fel-düngen in sich begreifst. Die erste blaue/ mit silbernen Creutzlein bestreu,ete Feldung gibt/ mittels eines/ mit herausgestreckter blutiger Zungenund güldener Cron / gekrönten silbernen Löwens/ das SaarbruckischeWappen zu erkennen. Das zweyte Feld ist schwartz / weiset einen zwey,köpffigten Adler / mit güldenen Schnabeln und Schenckeln/dasSaar-werdische Jnsiege! bedeutend. Durch das dritte Gold-farbe Feld ist einschwacher Balcken oder Binden gezogen / und äenorirtdieGrafschafftMors. Die vierte güldene Feldung exkidiret 2. daher gehende Pan,ter-Thier / so das Sinnbild der Grafschafft Weilnau. Die fünffte thutdas Nassauische Stamm-Wappen entwerffen. Das sechste Feld istgrün / zeiget einen grossen güldenen Creutz-Strich/ dessen dreyWinckelmit noch i r. andern güldenen Creutzlein bezeichnet seynd/ und wird hier-durch die Herrschafft Mehrenberg verstanden. Das siebende Feld istGold-farb/ bringt zum Vorschein das Mahlbergische Symbolum, nem,lich einen schwartzen Löwen. Das achte endlichen ebenfalls Gold-farbeFeld weiset durch eine rothe Binde oder Balcken das Lahrensische Wap-pen ; der Schild wird bedecket von 7. Helmen: Der erste ist der Mehren-bergische/mit einem von roth und Gold umgedreheten Edelgestein sezie-ret/ und entwirfft das obbeschriebener mästen sechste Feld/mit den Zusatz/daß der Rand dieser Feldung mit rothen Farben ausgezieret ist. Derandere ist der Saarwerdische-Mörsische gekrönte/ zeiget einen güldenenWolffs-Kopf samt dem Hals / mit einem schwartzen Halsband / und istversehen mit einem Silber-farben Saum/dergleichen Ringen und Stäh-len. Der dritte Saarbrückische weiset ein von Flügeln formirtes Berg-lein / so oben Silber-farb/ unten aber schwartz gemahlet ist. Der fünffteist der Weilnauische/ zeiget ebenfalls ein von zusammen gewickelten Flü-geln gemachtes Hügelein/ bey welchem in einem güldenen Ring die Bild-nus der zweyen Panterthier entworffen zu sehen. Der sechste lst der Lah-rensische/ halt ein roth-gekleidtes Brust-Bild eines Jünglings/ dessenHaupt mit einem rothen Orientalischen Hut bedeckt/welches auch / anstatt der Armen/ mit güldenen Hörern versehen. Der siebende und letz,te ist der Mahlbergische / und extfibiret eine güldene rings herum mitschwartzen Federn gezierte Tafel/ samt einem schwartzen Löwen. Die um
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