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Hell-Polirter Laster-Spiegel : Underschiedlich in sich haltend alle und jede Fugienda, Was ein Christ Böses fliehen soll : Vorgetragen in Hunder und Zehen Predigten ... / Durch M. Hannß-Jacob Baullern/ von Ulm/ Helffern zu Geißlingen ...
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Die L.XXIV. Laster-Predigt/

iron ist äusserlich ängstig und traurig / wann die TeburtS-Stunde herzu na-het/ aber sie hat ein gut Gewissen / und twstet sich in ihrem Beruff der gewissenHülffe GOttes: Dargegen eine Schand-Hme / wann es schon zur Geburtkommt / achtet es so hoch nicht / sie erzeiget sich äusserlich starck und stech / aberinnerlich hat sie ein böses Gewissen , und sürchretGOttesRach und Strasse.Also im Tod/ graiE zwar / natürlicher Weise einem Christen/ aber weil erweißt / daß ihm der Tod um Christi willen / eine Tbür und Eingang ist in dasewige Leben / Ioh.z. so ergibt er sich in GOttes Willen / und sagt mit Si-mcon: HErr! nun lassest du deinen Diener im Frieden fahren / dann meineAugen haben deinen Heiland gesehen/ Luc. r. Dargegen gehet mancher ver,stocktet Sünder an seinen Tod / als wann er zu einer Malze« gieng / und dasthut er äusserlich vor den Menschen/auß Gottloser Vermessenheit/ aber dasHertz klopfft ihmdoch/dann es hat keinen Trost auß GOttes Wort/wider dieSünde / Tod / Teufel und Hölle / an welchem Trostam meisten gelegcnist:Wieder Heydnifche König Agag getrost an den Tod gieng leiblicher Weife/abcrdie innerliche Angst seiner Seelen / war nicht zu beschreiben / i.Sam.iss.Auch unter den Frommen und Gläubigen selbsten i ist immer einer furchtsa-mer/ einer Großmüthiger / als der andere / welches alles würcker der einige

4 Geist / rmd theilet einem jeglichen seines zu / nach dem er wil /1 .Cor. rr. Ja

es verhänget GOtt derHErr manchmal«/daß auch feine Gläubigen / außMenschlicher Schwachheit und stater Anreitzung deß Sarhans ein siechesStück begehen / und in Vermessenheit gerathen / wie sonderlich an Peno beyseiner Verlaugnung zu schen / Match. -6. Doch hilfst er ihnen / ausihreBüß und Gebett wieder auf/ und wendet ihre Thorheit durch seine Weißheitzum besten / damit sie erkennen / daß der Mensch ohne GOtt nichts vermag/und forthin in desto mehrerer Furcht und Demllth leben / auch andere du; chihr Erempel vor dergleichen Vermessenheit gewarnet und abgehalten werden.Wie wir dann

h. il. Vor aller oberzehlrer Frechheit / Leichtfertigkeit und Vermessen-

warnnng insgesamt treulich sollen gewamet seyn / daß wir uns nicht allein zu kei-

iüsttr« ner leichtfertigen Gesellschafft halten / wie Sara sich dessen rühmen können/Tob.;, sondern wir sollen auch selbsten nicht frech und verwegen seyn / danndie Frechheit ist ein gewisses Zeichen / daß keine Gottesfurcht bey einem Men-schen sey/er fahret ohne Furcht/sagt Sprach / und versuchet GOtt / welchesderHErr Christus verbietet/ Matth.g. Werle chtfemgist / an demharGOtt keinenGefallen / sagt Sprach / ist auch bey allen Ehr--liebenden Men-schen verhaßt/ Syr.ro. rmd seine Vermessenheit stürtzet ihn/ solcherDnnckelhar vielmehr betrogen und ihre Vermessenheit hac sie gestürmt/ ein vermessenerMensch/ macht ihm selbst viel Unglücks / und richtet einen Jammer nach demandern an / Syr.;. Nicanor reckte seine rechte Hand aufgegen dem Tenr-