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Hell-Polirter Laster-Spiegel : Underschiedlich in sich haltend alle und jede Fugienda, Was ein Christ Böses fliehen soll : Vorgetragen in Hunder und Zehen Predigten ... / Durch M. Hannß-Jacob Baullern/ von Ulm/ Helffern zu Geißlingen ...
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yn _{QitUxvi Laster-PMgt /

überschwemnrek und alles / was eitlen lebendigen Odem hatte / ersauffkwer-den/ dergleichen sie zuvor nie gesehen oder gehöret/ so lebeeen sie sicher dahin/als ob es unmöglich wäre / daß GOtt die Ordnung der Natur andern / undeine solche Sündsiur und Wassers-Norh schicken solce. Also in dieser letztenWelt/halt und stellet uns GOtt derHErr vielerley schreckliche Exempel derGöttlichen Räch und Straffen vor / vornemlich in derSchrifft die bcmelreVersiossnng der bös-n Engel auß dem Himmel / dieAußtreibung der erste,»Menschen auß dem Paradisi/ hier die Verderb ung der ersten Welt durch dieSündflut / hernach den Untergang Sodom« durch Feuer und Schwefelvom Himmel/ die Erfauffung PharaoniS und ftines Heers im rochen Meer/die siebentzig-jahrige Babylonische Gefangnuß der Juden / die ZerstörungJerusalem und deß schönen Tempels / also auch in den Profan-Histo, ien/allerley Erempel/ wie die Ubemetter der H. Zehen Geborten so schrecklich vorrGOtt gestrafft worden/ dergleichen man noch täglich in allen Standensie-fjct/ und erfahret/ mit dem Anhang: Meinet ihr / daß diese allein seyen ©iWder gewesen/weil sie das erlitten haben/ ich sage/ nein / sondern so ihr euch nichtbessert / werdet ihr alle auch also umkommen / Luc. i;. Aber das alles achtetman nicht / es ist alles gleich vergessen. Was hat unser liebes Baue, landim nächsten Teutschen Krieg außgestanden / mit Rauben / Brennen / Mor-den / Schänden /Außsangen / Vcrhergen und Verderben / wie viel Tausendseyn darinnen rrm Haab und Gut / um Ehr / Gesundheit/ um Leib und Lebenkommen/ dasgantzeLand/ das zuvor wie ein Lust-Gauen war/ iftwordenwie eine wüste Einöde/ Joel r. Wie haben wir da nmden edlen Frieden ge»gilffet und geschrien / wie haben wir uns anerbotten / GOtt unser Lebenlangdarauf zu dienen; Aber / da GOtt nach seiner Güte rrnd Bw mhertzigkcit dieKneges-Last von uns genommen und den wcrchcn F neden wieder bescheret/wer dencktt mehr an den vorigen Jammer/ der jetzigePracht / Stoltz / Über-Muth/ Frechheit/ Üppigkeit und Leichtfertigkeit bezeuget gnugsam/ daß wirdessen alles vergessen haben / meinen wir dann daß der Krieg gar ausi der'Welt sey/ oder daß GOtt derHErr nicht noch andere Ruthen habe/ oderdaßderJüngsteTag ausibleiben werde! O der ver stockten Sicheiheit! Sicherheu P es

in. in. Wann die Lerne die Sünde genug schätzen. Die Lemeinder

Dt« Sünde ft .jj cn West thaten was sie wollen/begiengen grosse Sündeu/Füllerey/Hme-m )/ Tyranney/ andere Laster mehr / aber das achteten sie für nichts/ ,uid mach-

* «n itmendarum kein Gewissen / wie sehr fiesich auch in Sunden vertieffren:Also'in der letzten Welt hält man die Sünde für nichts / man vexirt einanderdarmit/ und treibet das Gespött mit der Sünde/wie die Narrm / Spr.r4.man rühmet sich der Sünde/ wiediezu Sodsm/Ef. ] man rennet und lauf-et darinnen fort so eiltz und helltz wie eine ßElirr in der Brunst / und wie. .. - 1 . - em