von der Schmeichelei -45
«nd ihrFrevelmuß wokgechauheissen/Pf.yz. Gleichwiejener Schmeichler»eß Königes und Tyrannen Dionysii , wann der König auf den Boden ge-spien / ist dieser so bald her gewesen / hat deß Königes Speichel aufgeschreckt/cingeschlucke / und noch gerühmet / wie er so geschmack und süßseye/ wieRicht«»» in seinen Axiom. Polit, attjj Philippo e>zehlek/(reZ.i6i,p.z6/.)
V. Schmeichler und Heuchler seyn die Augendiencr / die in Ge- v -Ktnwart derer/denen sie dienen/ allen Fleiß und Lrnst anwenden/ auch sonstenall ihrThun/ ihrer Herrschafft trefflich wissen m dieAugen zurichten / chuns Für ßcheaber nicht/als ob sie ihrer Her rschafft Nutzen zu befördern so emsig waren' / son,dem verkleiben Venen/die übtt sie gesetzt feyn also ihre Augen/und hoffendestomehr Genuß/Gunst/ und Besurderungzu et haschen rrnd zrr erhalten/ derglei-chen Augendiener warendieEgyptier/dievcnErtz-Vatter Jacob /o.Tag be-weinet / und «in grosse Klag über ihm gehalten / daß sie aber den Joseph nachseinem Tod beklagt und beweinet haben/ davonfindenwir nichts / darumist die Klag über den Tod Jacobs / allein dem Joseph zu gefallen gesche-hen/ daß sie es bey ihm/ alsihremQber-Herren möchten zu geniessen haben,r, Mosis».. vr
Vt Schmeichler und Heuchler seyn die Firchsschwäntzer / die Fuchs-sich bey denen/die Gewalr haben/ einkarstfen/ und zuthun / damit sie andere ne-scbwänyrr /bensich verkleinern/ verschwatzen/ zu Banck hauen/ verra then/ verliegrn/ und 6wftn *also in Ungunst rrnd Gefahr bn'ngen möge«». Da trotzen sie/ daß sie können "Schaden thun/ihr IUn.g schneide mit Lugen wie ein scharffSchermesser/sie re-den lieber böses dann grrecs/mtd falsch dann recht/ sie reden gern alles was zumVerderben dienet mit falscher Aungen.Ps.5r. WieDoeg der Ldomuer denPriester AhiMlech bey demKönigSaul verschwatzt und verrathen/dasier demDavid Brot und das Schwerde Goliath gegeben/und Gott für ihn gesiagerhabe/darüber hernach 8;.Priesier ausernenTag erwürgerworden i.Sam. 22.
Und die Fürsten und Landvogte deß Königs Darii krachtens bey dem König-u wegen/ daß einGebott außgieng/ wer in z ».Tagmetwas von einem Gottoder Menschenbitten werde/ ohnvon demKönig allein/ derfoll in den Löwen,
Graben geworffen werden/ kamenhernachund gaben den ProphetenDauiek«n/als einen Ubertrerterdeß Königlichen Gebotts/den der Konig/auch widerWillen/zu den Löwen in den Graben werften lasten. Dan. 6.
vih Schmeichler und Heuchler seyn die Audüttler und Simsen-lapffer/die Schmarotzer und Tellerlecker/dieanderen zu gefallen/ manch bö-ses SlrrcL begchen/daß siewol sonsten für sich selbsten nimmermehr gethan här- böses / au.mi allein außHoffnung daß siedestcn wieder geniesten wollen/ demüthigentzchgar zu tieff/bieren ihre-Dienst an/ klauben einem ein Faden/ein Feder oderHarlin ab dem Rockoder Kleid herab/und warien auf/ wie ein fchmeichkenderHund % lasten sich umbancklen / fürGauckler und Hoffn anen gebrauchen/
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