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Hell-Polirter Laster-Spiegel : Underschiedlich in sich haltend alle und jede Fugienda, Was ein Christ Böses fliehen soll : Vorgetragen in Hunder und Zehen Predigten ... / Durch M. Hannß-Jacob Baullern/ von Ulm/ Helffern zu Geißlingen ...
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7to Die l^ Xlx.Lasttk-Predigi/ _

nen nicht zusehen / soll nicht darzu schweigen / und also feiner schonen / daß erconmventj/ ihn nicht gebührend darum woüe straffen / dann solche Lormiv-Ntz und über,

tei-HbwM ^ ctuc ^ * il1 3 ro ß 1 dardurch ein Christ sich fremder Sünden theil,auch <m bafftl'g machet / fernes Anusvergißt / und den Nächflenin seiner Sünde undLaster. Unrecht stärckcr / darüber er GOtt den HLrm dermaleins schwere Rechen,schafft zu geben haben wird/deßwegen warnet dcrHTrr den Propheten undalle Christen darfür/ und sagt irr unser,; Text-Worten zu ernem jeden:Schone nicht.

Lehr.

^.Eehr. Ierbey haben wir jetzo von einem andern Lasier zu reden / das eigenk,S'fyäd!? 1 ' Jk?\ ü'ch auf den Nächsten siehet nnd gehet / das heißet Conniventia, dasstm soll csjgf Übersetzen / daß ein Christ seinem Nächsten / das Unrecht das ernicht thut/ nicht übersehen/ruch mit der Straffseiner nicht verschonen solle.

schEa: Dann der HErr sagt: Schone nicht.

J - Schone nicht/ I. in der Barchen. Dann neben dem / daß sich aller,

I» derKtc. ley Ketzer undSchwarmer finden/ die neben der wahren Lehr einfüllen ver,^ ' Verbliche Secten / 2. Peer. r. welche ein Prediger auß GOttts Wort wi,verlegen/ sie als Wölffe die der Heerte nicht verschonen/ abtreiben/ ihrer auchnicht schonen / sondern mächtig seyn soll zu straffen die Widersprecher / Tu. 1.Neben dem (sage ich/) hat ein Lehrer und Prediger auf seine Gemeine ;u se,Heu. Da gibt es unter denZuhörern Gottlose Leute / die seyn befleckt mitallerley Laster/ als da seyn: Fluchen und Schwören / Verachtung deß Gött,lichen Wortes und der H.Sacramcmen/ Encheiiigung deß Sabbachs/ Un-gehorsam/ Haß/ Neid/ Unversöhnligkeit/ Unbarmhertzigteit/ Unzucht / Hure-rey/ Füllcrey/ Hoffart / Unze- cchtigkeit / Lügen / Lästerung / Geitz / Wucher/andere Gchand und Laster mehr / und wiewol sie grosse Sr'nwer seyn / und esofft grob gnug machen / wollen sie esdoch nicht haben/ daß sie der Prediger/ihr Beicht-Vaner/ berede und straffe / wie Sank zum Propheten Samuelsagt: Ich habe gesündigek / aber ehre mich doch jetzt vor den Eltesten meinesVolcks / und vor Israel / i.Sam.i;. Dieses Humors seyn noch ihrer viel/die können nichts weniger leiden/als wann ihnen derPfaff (wieficreden/)auf der Cantzel die Meinung sagt / lassen sich viel zu gut gedüncken / als dassman ihnen foltt einreden/ erwarte feines Amts/ heiffeces/ wir wollen das Un,fere wol / ohne ihn / bestellen / wie es uns gefallet. Darwider sagt derHCrrallhier zum Propheten: Schone nicht. Zwar es soll ein Prediger gelindseyn / i.TrmEin Knecht deß HLrrn soll nicht zänckisch seyn / sondernfreundlich gcgenjcderman/ lehrhafftig/ der die Bösen tragen kan mit Sanfft-muss) / r.Tim.r. So kan man auch nicht alles so gttad nach der Schnur

haben/