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Die Lvn. Laster-Predigt /
Hetligkl
Met
Haußdird/odevdieetnem etwas außdcn Handen kaussen: Da scynHaußdicb / die imHanß alles dmchstrulen / und was ihnen §cfällk/der Herrschafft abkraaen/ dasSpeißdieb/ seyn bost Dieb I dann man kan nicht vor ihnen aufräumen: Da seyn Speiß,dieb/ die zu wenig Meel/ zn klein Brot hcimgeben/ Beiner und SchlampenTranckdteb/ für gut Fletsch außwcgen: Da seyn Tranckdieb / die Wein und Bier mirBtsoldungs Wasser verderben und vcrfalschen.Esa.i. Da stvn Bcsoldrrngsdieb / die ihr• Besoldung/ ihren Lohn zwar gern einnemmen/ seyn aber faul und unfieissig,Lohndieb/ verdienen nicht treulich was man ihnen reicht: Daseyn Lohndieb / die denNächsten umsonst arbeiten lassen/und geben ihm seiiren Lohn nicht. Ierem. rr.Bettelsdteb/Da seyn Betrelsdicb/dic bey gesrmdem Leib/imMüssiggang herumziehen/lindden rechterrArmen das Bi ok vor dem Mundhinweg nemmen : Da seyn«chmet-Schmetcheldieb/ die einem «was abschwatzen/ begehren man soll ihnen diß, oder jenes schencken/da sie wissen/daß mans ihnen nicht woldarssabschlagm/g?ayidlcv/ { -jj ( ( n Elines Bißlein besser alsgestolen: Da seyn Hahldieb/diedenSackFunddirb/aufheben/den Diebstal verbergen undaufheimscn: Da seyn Funddieb/die et-was gesunden/und dem rechten Herren nicht wieder zustelle^/ ob man es schonSchulddirb.anspricht und fordert: Da sind Schulddieb / die etwas entlehnen und nichtwieder Heimgeben und bezahlen / oder einPsand unterschlagen und innen be-halten/oder ein hinterlegtes Gut angreiften oder gar leugnen: Da sind Heili-gedieb/ wie sie D. Luther genennet / das seyn die Finantzer und Wucherer / diemit unchrisilichem Übersah die Leuk arißsaugen. Und wer will alle Dieb mirihren Namen nennen und crzehlcn / die .Diebszunffk ist gar zu groß/ es ist keinAcmtlcin/es ist henckens werch/ sagtmanimSpruchwort/ Erasmns Aiberustuth ?o- singt stinem Gesang / diegam-cWelkistvollerDieb. l>. Luther in seiner®^ m Ecclcs Kirchen-Postill sage: Es ist in der Welt/dnrch und durch nichts anders/dennrr^t'oueitel/eitelDieb/vonobenan/bißuntenauß/unterkleinstenundgrösten. Ewi,r-r-b. -gerGOtt/ wenn kein Sünd mehr in der Weltware / alseben diese allein/möcht einem doch wol davor grauen/sagr Luk' erus. Dannoch will man sichnicht dazu bekennen/ wann mancher durch Finanß und Betrug dem Nächstendas seinige auß Seckel und Kisten gefioien / wann mancher oder manche da
Zusprach/
tur rrutz daß ihnen einer etwas vom Diebstal sage! ,
den Wein dazu schencken * Höre/chne deine Ohren wol auf/und höre/ du Re-Rtgeuk/ genk/duRichter/wannduEeschencknimmst/ nndumsolcher Gaben willen,dem der unrecht hat/ recht gibst und sprichst / so ist das ein Diebstal und du bistAmeeve» ein Diebsgesell / wie dich Esaias timlirt. c. i. Höre dn Amtsverwalter / du»««alter/ JZogt/ duAmtmann/Schreiber/Zoller/uild andere Rarhsumd Herren-Die-ner / wann du etwas vom gemeinen Gltt veruntreuest/ hernach ein blindeRechnung machest/ Lo.oderzo.für iso. schreibst/wieder ungerechte Hauß-
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