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Hell-Polirter Laster-Spiegel : Underschiedlich in sich haltend alle und jede Fugienda, Was ein Christ Böses fliehen soll : Vorgetragen in Hunder und Zehen Predigten ... / Durch M. Hannß-Jacob Baullern/ von Ulm/ Helffern zu Geißlingen ...
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Dien Laster Predigt/

hielte er wieder an sich / und schönere / ob er wol schon das Schwer dr arifgehö^ben hatte / und nun an dem war / den Streich zu vollbringen. yndalserhierum befragt worden/ warum er feinen Feind/ den er schon in seiner Gewaltgehabt / nicht mder gemachthabe? Gabe er diese bescheidene Antwort / und'sagte: Esistbesscr/ daß ich dem Feld-Obersten gehorche/ aisdaßicheinenwird -p.vomFeind umbringe. WolteGOTT/daßauchdie Christen dergleichen

pilcitt. thaten/ wann einer etwa« einen Feind und Widersacher hat/ und Willensgewesen/ihm Schaden zu thun / er auch wieder an sich hielte und schonet«/weil der Oberste im Himmel die Posaune seines H. Worts täglich blasen/und weit erschallen lasst/ uns durch seinegeneue Diener zurufft/ und sagt.:Mergeltet niemand Böses mit Bösem / sicichget euch der Erbarken gegen jt*i >«i man / ist es mnglich / so viei an euch ist / so habt mit allen Menschen Friede/Rom. 12. Aber / da ist bey vielen ihr Grimm und Rachgler so sia ek und»hihig / daß sie darvor solchen GöttlichenPofaunen-Schall nicht hören/ oder/da sie ihn gleich hören / doch von dem Nächsten nicht außfttzen und ablassen:wollen/ sondern heisset bey ihnen: Es ist beffer/daß ich mich an meinem Feindräche/ als daß ich-GOtt im Himmel/ und dessen Dienern aufErden gehorche..Darwider schreibet und prediget allhier derH ApostelPaulus/ da.er in den:varerag. verlesenen Worten sagt: Rächet euch ftlbsten nicht/ rc. Weil wir ,ttun zum nächsten gehöret / daß sich ein Christ nichtsoll ersieucn über seinesNächsten Unfall und Schaden / so wollen wir für dißmal weiter fortsithrcn/und hören / daß ein Christ sich an seinem Nächsten nicht rächen solle / wollen,erstlich die verlesene Worte mit wenigem erklären / darnach auch vermelden/was wir

vondkr eigenen Rich/

Vunsch. werden zu unserer Lehr und Nuyen zu mercken und zu behalten haben. DarzwunsGOtt semeGnadc und Segenvcrleihe /Amen.

Erklärung dessTexks.

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Rächet

euch

gRS*. Anct PaulttS/ damit er die Hertzen seiner Zuhörer desto ehe gewinnetund sie desto mehr znm Gehorsam verbinde/ redet er gantz freundlichOT^mit ihnen/ da er sie sonsten / liebe Bruder/ nennet / redet er allhie noch**" sanffter mit ihnen: und nennet Mine Liebsten / Rächet euch selbernicht/ meine Liebsten/ wamr er abe mdieftn Worten von der Räch redet/ istzu wissen/ daßdie Räch zwere lcy ist/ eins ist lind heisst ein k>rivr« und eigeneRach/daemMmschsich an seinem Gegentheil ftlbsten rächet/ da er doch dessennicht befugt/ rmdkeiuRechtdarzuhat / den Nächsten eigenes Willens zu be-leidigen und zu beschädigen: Dieanderheist ein öffentliche Räch / damanSan dir ordentliche Obrigkeit gelangen lasst/ und begehrt/ daß deß Gegentheils

begarv