_ som Todschlag. _ ts?f
euren / das herrlichste Geschöpss GOttes ist / zu GOtttS Ebenbild erschaffen/
Kann darmn begeyet «Crimen iLlLb-lsjelirrirVivinL, ein Laster der be-leidigten Majestät GO/ees /der es vieihöher empfindet / als ecwan ein hoherPotentat/dessen lebloses Bildnüß verunehm und zerstöret worden. Greu-lich ist es i saß einer einen Knecht und Dien« GÖttes soll umbringen/der mit dem t!)euren Blut IEsu Christi erlöset und erkanffe worden»
G- Paulus hält es hoch/ wann einer einen fremden Knecht richtet / und et-was Ungleiches von ihm außsaget/Rom. 14- Wie hoch wird esdann an-gezogen/ wanneinei einenftemden / und zwarGOttes-Kncchk ermordet!
Ein «tüges Bluks-Tröpfflcin eines frommen Christen ist vor GOtt theurergeachtet / als Himmel undErdrn/ welch ein Greuel mußesdann seyn/ einesChristenBlut msschuldig zu vergiessen/ und ihm das Leben zunehmen/ das erihm in Ewigkeit nicht wiedergeben karr. Ein Mensch / so er jemand tödkeedurch sein« Boßheu/ so kan er den außgefahrnm Geist nicht wieder bringen/noch die Verschiedene Seele wiederholen/Weißh.i6. Um solches GreuelsWillen / wird die Vergieffung deß unschuldigen Blutsunecr die Himmel-schreiende Sunden gezehlek / i.Mos.g.
VI. Ist der Mord und Todschlag ein schädlich Laster. Das Lebenist das edelste und beste Kleinot/ das ein Mensch hak/ dessen beraubet der Mör, Schädlich-der seinen Nächsten/ und thut ihm (wider sein Verschulden/) darmit grossse»r Schadet». Dann ist d« Erschlagene em frommer/ Gottseliger Christ/ sohat der Mörder hiermit den Tempel GOttes in ihm vrrstöm: Ist er aber einGottloser / böser Mensch gewesen / so hat der Mörder ihm hiermit die Zeit zurBüß benommen / daß er sich nicht hat bekehren können/ hat ihn (so viel anihm ist /) nicht nur deß zeitlichen / sondern auch deßewigen Lebens / verlustiggemacht. Odeß unwiderbnnglichen Schadens! Ist der Erschlagene nochledigen Standes gewesen / so seyn mit ihm alle die ermordet worden / die nochvon ihm harten können «zeug« und geboren werden / wie dann deßwegen inder Heil. Sprach GQrr der HLrr zu dem Bruder-Mörder Cainsagt: Voxsinguinnm, das ist / die Stimme der vergossenen Bluts,Tropffen deinesBruders / schreiet zu mir / alle die zarre Blütherr / die noch von Habel hattenkönnen erzeuget werden / die klagen mir / daß du ihnen das Leben genommenhabest / l.Mos.4. Ist der Erschlagene in der Ehe gewesen / so seyn duch sol-
chenMord / das Weib zur Wittwen/ und die Kinder zu Waisen gemachtworden: Hat er »»och seine Eltern gehabt / so gerathen die darüber in dasgröste Hertzleid / und bekümmern sich offr so hefftig / daß sie sich kaum wollentrösten lassen/ i.Mos. 3 7. Beyderseits Freunde und Verwandten/ so wol deßThäters als deß Entleibten / werden dardurch hoch betrübet / in Angst / Jam-mer und Noch gebracht. Das Vauerland / eine gantze Gemein/ unö Bnr-
Huuuwui gerfchafft/