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Chronologischer Auszug der Geschichte und des Staatsrechtes von Teutschland / Aus dem Französischen des Königl. Französ. Herrn Gesandschaftsraths von Pfeffel, übersetzt, von Johan Philipp Schulin
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Auszug der Geschichte

Denkwürdige Begebenheiten

Die Gravschafft -Ostfricßland wird in ein Reichsfürstcnthumerhoben ; dessen Einführung in das Fürstcncollegium, und Zulassungzu Sitz und Stimme geschahe im Jahr 1667.

Die Königin Christin« dankt ab. Carl Gustav , Pfalzgravvon Zwcybrüeken, und Nef des grossen Gustav, folgt ihr in der Re-gierung. Der König von Polen protcstirt wider dessen Erönnug, wei-len sie den Rechten seines Haufes nachteilig wäre: Dieser Widerspruch,so fruchtloß er auch war, diente bey dem Kriege, welcher sich zweyJahre nachher zwischen Schweden und Polen von neuen entzündete,zum Verwand.

-655.

Deputationstag zu Frankfurth. Er wurde bis zum Jahr1661. verlängert, ohne daß weiter ein anderer Nutzen daraus ent-standen , als daß die allgemeine Amnestie, und die durch den Wcstphä-lischen Frieden anbefohlne Restitution der Länder, zum Vollzug ge-bracht wurde. Die andern und wichtigere Sachen, wurden auf denallgemeinen Reichstag verschoben.

i6z6.

Tod Johann Georg I. Churfürstens von Sachsen: er hin-terließ vier Söhne, unter welche er seine Länder theilte. Der älteste,Johann Georg II. bekam Meisten, das Herzogthum Sachsen, unddie Churwürde. Er ist der Stammvater des heutigen KöniglichenCburbauses. Vom zweyten, Namens August, stammte die Weiscn-selsischen Linie, welche 1746. erloschen. Der dritte, Christian, er-hielte das Erzbißthum Merscburg, und die Nicderlaußnitz. SeineLinie erlöschte 17)8. Der vierte, Moritz, bekam dicBißthümcrZcitz,und Naumburg, welche mit dem Churkrayß 1718. wieder vereinigtwurden.

Carl