Auszug der Geschichte
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Denkwürdige Begebenheiten
schrieben , bewegten die Dänischen Stande ihm, und allen seinen Nach-kommen die vollständige Suverenität, welche bishero die Stände ge-habt, zu übergeben , und die Crone mit Entsagung auf das Wahlrecht,so ihnen bishero gebühret hatte, in dem Hausse Friedrich lll. vollkommenerblich zu machen. Die Succeßionsordnung wurde durch die öffentlicheVerordnung vom r^. November, 1665. nach dem völligen Recht derErstgeburth, vcstgestellt: in Ermangelung männlicher Lcibeserben, soll-ten die Töchter des letzten Königs zur Krone kommen; und im Fallauch diese ermangeln würden, die Töchter des vorhergehenden, und sosollte es fortgehaltcn werden bis zu den Töchtern Friedrich IH. nament-lich der Prinzeßin Anna Sophia, Gemalin Johann Georg HI. Chur-fürstens von Sachsen. Die Nachfolge wurde dieser Prinzeßin aus-drücklich durch Patente vom Jahr 166g. vorbehalten, und man stundesogar ihrem Gcmal zu, stch des Titels Erbprinz von Dänemark undNorwegen zu bedienen.
Anfang des Ungarischen Kriegs. Die Türken nehmen Sieben,bärgen weg, und bringen den Fürsten Ragozy «m. Der Fürst Kemini ,dessen Nachfolger, begiebt stch unter dem Schutz des Kaisers: DieHülfövölker, so ihm Leopold schickte, konten ihn nicht erretten; Er bliebin einer Schlacht. Michael Abaffi succedirt ihm , und erneuert denTrgctat mit dem Kaiser.
1661.
Anfang der Erfurthischen Unruhen. Dies« Hauptstadt vonThüringen war seit langer Zeit dem Churfürsten von Mainz unkerworf-scn; jedoch batte sie sehr grosse Freyheiten , und die Churfürsten vonSachsen waren seit dem Jahr 148z- ihre Schutzhcrren, und hatten überdieselbe noch andere nütz ichc und vorzügliche Rechte. Nach dem West-fälischen Friedensschluß wollte der Churfürst von Mainz, daß maniAn ausdrücklich mit in die öffentlichen Gebetcr setzen sollte, weilen