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Chronologischer Auszug der Geschichte und des Staatsrechtes von Teutschland / Aus dem Französischen des Königl. Französ. Herrn Gesandschaftsraths von Pfeffel, übersetzt, von Johan Philipp Schulin
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Auszug der Geschickte

Denkwürdige Begebenheiten

Der Fürst von Schwarzenberg nimmt Sitz und Stimme aufdem Reichstage.

Offene Briefe vom ic>. Oktober, worinn die Gravschaft Oet-tingen zu Gunsten des Graven Albrecht Ernstö, und in Ermangelungeiniger Nachkommenschaft, zu Gunsten seiner jungem Bruder, zu ei-nem Rcichsfürstenthume erhoben ward. Die Schwäbischen Gravensetzten sich wider die Einführung dieses neuen Fürsten auf dem Reichs-tage ; weil durch dergleichen Erhebungen ihr Collegium gänzlich insVerderben gestürzt würde, indem die mächtigsten unter ihnen Fürstenwürden, und folglich aufhörten, ihren Beytrag in die Gravencassa zuthun, ohne daß jedoch diesen der mindeste Nachlaß geschähe.

1675.

Herrlicher Feldzug des Herrn von Türenne. Derselbe rücketunversehens aus den Winterquartieren, und langet mit gezwungenenMärschen zu Locffort an. Er gehet wieder über die Vogesischen Ge-bürge zurück, fällt unversehens über die in Elsas zerstreut liegendenReichötruppen los, und schlüget oder hebet die meisten Quartiere nacheinander auf. Die wichtigsten Schläge wurden bey Mühlhausen undBürkheim bey Colmar ausgetheilt. Endlich jaget er die Teutschenüber den Rhein zurück, und reibet die herrlichste Armee auf, die dasReich seit vielen Jahrhunderten zusammen gebracht hatte. In diesemFeldzuge sagte der Herzog von Lothringen,' hätte ein einziger Fürstvon des Königs von Frankreich Gnaden an der Spitze von roooo.Mann, fünf Fürsten von GOttes Gnaden, auf der nämlichen Brü-cke wieder über den Rhein getrieben, worüber sie mit 60000. Manngezogen waren. Nachdem Elsas wieder unter Französischer Both-mäffigkeit war, gieng Türenne seiner Seits über den Rhein. DerKaiser schickt ihm den berühmten Montecuculi entgegen. Diese bee-dcn grossen Männer stehen einander zwey Monathe lang im Gesichte,

und