von Teutschland.
8oz
unter Leopold.
1676.
Der Herzog Carl V. von Lothringen, der erst kürzlich seinemObeime Carln IV- succediret hatte, nimmt Philipsburg nach einerhartnäckigen Belagerung ein. Die Franzosen machen sich Meister vonMontbeliard, und dem grösten Theil des Bißthums Lüttich.
Der Pfalzgrav von Neuburg verlaßt das Französische Bind-niß, und verbindet sich den 16. März mit dem Kaiser. Die Franzo-sen verheeren, um ihn deßhalbcn zu züchtigen, seine IüllichischenStaaten.
Der Herzog von Hollstein, der immerzu von Dänischen Trup-pen umringet ist, bcgiebt sich nach Hamburg. Der König von Däne-mark bemächtiget sich seiner noch übrigen Lande, und der Reichshofrathverurthcilct ihn, dem Herzoge von Plocn seinen Antheil an der Olden-burgischen Erbschafft zu überlassen.
Die Dänische und Holländische Flotten hindern die Schwedi-sche , Pommern zu Hülfe zu kommen, welches der Churfürst vonBrandenburg fast gänzlich eroberte.
Die Lüneburgischen Truppen nehmen Stade und damit zu-gleich das ganze Hcrzogthum Bremen ein. Tractat zu Cloppenburg,in welchem die Niedersächsischen Verbundenen, daö was sie den Schwe-den abgenommen hatten, unter sich theilten. Das Fürstenthum Ver-ben und einige Platze im Herzogthume Bremen, blieben dem Bischof-fe von Münster, und der Rest von Bremen ward unter die drey Liniendes Hauses Braunschweig zu gleichen Theilen getheilt.
Der König von Dänemark landet in Schonen. Die Be-vollmächtigten des Herzogs von Lothringen, werden zum NiemwegerFr-.edenscongreß gelassen, von dem ihn Frankreich ausgeschlossen hak-te ; Und der Fürst von Fürstenberg wird dem Pabste ausgeliefert.Durch diese beeden Vorgänge wurden viele Schwuhngkeiten gehoben,die die Friedensberathschlagungen bisher aufgehalten hatten.
Iiiii r Münz,