Die junge Saat.
2OZ
Die junge Saat.
A)ach fast verstrichnem Februar,
Und da kein Schnee mehr auf den Feldern läge,An einem angenehmen Tage,
Der, nach erlittnem Frost, noch angenehmer war,Begab ich mich aufs Feld,
Das im verwichnen Herbst zur neuen Saat bestellt,Um mit Aufmerksamkeit zu sehn,
Was doch von der Natur, auch in der Winter-Nacht,Selbst unterm Schnee, geschehn,
Wie weit es, selbst im Frost, ihr reger Fleiß gebracht.
Ich stutzte, wie der Aecker dunkle RückenNicht mehr zu sehn. Ein allgemeines Grün,
Das, in dem Sonnenstral, den aufmerksamen BlickenRoch schöner, als Smaragd, und recht durchsichtig schien,Bedeckte schon das schwarze Land,
Als wie ein sammtenes Gewand.
Man kunnte von der dunklen Furchen MengeDie schwarzen Tiefen nicht, ja nicht einmalDerselben Rücken kleine Höhn,
Bor der schon mehr, als sie, erhabnen Spitzen LangeDes grünenden Getreydes sehn.
Ein angenehm durchleuchtend-grüner Schein,
Der überall in gleicher Höhe stund,
War allgemein;
Soweit man sehen kunnt.
Durch diesen grünen Schmuck schien eine neue WeltUns gleichsam vorgestellt.