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Wie vil verdecken unter ihren Kleideren ein mit Neid und Haß/Grollen / Mißgunst und Widerwillen voll angefülltes Hertz / wol- Ilen nichts weniger s darfür angesehen seyn/ da ihnen doch der Mund Iso vil mahl übergeht/von demeihr Hertz voll ist.
Wievilenist die Liebe GOttes so seltzam/ undunbekandt/ daßsie hon zeitlicher Liebe verblendt / gar nichts darvon wissen.
Wie manche wissen gar nichts von der Liebe deß Nächstens/ihre selbst aigne Reden machen es kündbar genug / auß welchen fast >allenthalben hervor scheinet das Miß-Vergnügen wegendifes oder !jenes Wohlergehen/ und Aufkommen.
Wie vil miffbillichen den öffteren Gebrauch der heiligen Sacra-mentctt an vilen frommen und andächtigen Hertzen/ als wurdeGOtt mehr entunehret/ als dardurch geliebt/ daß sie sich dersel-ben kümmerlich einmahl daß gantze Jahr hindurch gebrauchen/ bey-nebens ftech und ohne Abscheuen ein 8acramem über das andere/ja offt hundert tausend weiß herauß schwören / da doch die heiligeKirch weder mehr noch weniger/ dann Sibne verehret. j
Wie manchen ists bißhero wenig/ oder gar nichts daran ge-legen geweftn / daß sie mit ihrer scharpff- schneidenden Zungen ohne j!Underscheid bald da/ bald dort der Chr ein Ohr abgehauen/ an- |;derer Thun und Lassen mit Frevel betastet/ einen Splitter in frembdenAugen gesuchet/ und einen grossen Aich- Balcken in den Ihrigenritt vermercket.
Wie vil ihrer bringen manche Tag und Nacht / Sonntag undFeyrtag mitSpihlen zu/ zum Spihlen gesellet sich das Zanckeren /zumZancken/ Fluchen/ Schwören und Gottslastern/ zum Gotts-lastern Rauff/ und Schlag-Handel/ von disem trotzet man ausLeib und Leben / und vom Trotzen sucht und findt man bald / End / ;
O'.th und Gelegenheit die angetroheke Mord-That in das Werck ^zusetzen. !