Buch 
Festum Cathedræ S. Petri, Das ist/ St. Peter Stuel-Feur : Als ... Frantz Johann Antoni/ Bischof zu Uthina, Reichs-Frei-Herr von und zu Sirgenstein/ Hoch-Fürstlich-Bischöfflich-Constantzischer Wey-Bischoff, ... Die Neu-gebaute Basilicam deß Heiligen Apostel-Fürsten Petri mit achttägigem Jubel-Fest in dem Lob-würdigen Gotts-Hauß St. Peter aufm Schwartzwald, den 29. Herbstmonat, im Jahr 1727 dediciert
Entstehung
JPEG-Download
 

-44Z s J*i ) 5^-"

in deinem Hauß vergessen/ verabsäumet / verwahrloset/ verwen-det/ verlohren/ oder verderbt wird? Warumb must du in alleSuppen / oder Brühe / so nicht nach deinem Lust gekochet seyn/ein oder mehr Lästerungen einbrocken? Warumb muss du / so balddu dich in die Hand gestochen / oder geschnitten/ gleich auch deineEeel mit Sündigen verwunden? Es schneidet ja sonsten deine boß-haffte Zung tieff genug in das Hertz Jesu Christi hinein; dannhöre/ was derH. Lernsrclmus von Senis sagt part. i. scrm. 41»art 1. c. 4. in Dom. de paffi f. 212. Blasphemando lingua blasphe-mantis efficitur quasi gladius cor DEI penetrans , & ensis undiqueDEUM scindens. Durch die Gotts-Lästerung wird die Zungen derGotts-Lästerer zu einem Degen gemacht / so das Hertz GOttes1 durchgingt/ und zu einem Schwerd/ welches GOtt denHErrenauf allen Seithen verwundet. O geben dann solche acht / daß sie> nicht erfahren / was layder schon vil ihres gleichens Sacrament-, Schänder haben erfahren müssen / welche die Gnad nicht gehabthaben / daß sie in ihrem Hinscheiden die heilige Sacramenten habengenüssen können: ja Einige gar eine empfindliche/ und augenschein-liche Straff GOttes haben ausstehen müssen. Pater BalthasarKnellingermii der Preyß-würdigsten Gesellschafft JESU, welchermit dem Ruhm außbündiqer Gottfeeligkeit noch nicht vor gar vitJahren abgeleibet / erzehlet in feinem 2.ten Dominical über den

6. ten Sonntag nach dem Fest der H. g. Königen/ zweyschr merck-würdige Begebenheiten: Welche ich fast mit seinen eygenen Wor-ten vortragen will. Es pflegte nemblich ein Diener / besten Herrenich wohl nennen kunte (sagt Knellinger) durch die 7. Sacrarnent zulästeren/ und da er einsmahls ausderReyß zwischen Münchenund Landshut begriffen wäre/ entstünde ein hesstiges Donner- Wet-ter/ das wilde Feur fiele vom Himmel/ und schlug ihmaufeinmahl

7. Löcher/ die man nach seinem Todt gar wohl entscheiden kunte /inden Kopff. Wurdenauch dsse Wunden für ein recht angemessne

Straff