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welche er alle/ so wohl zu seiner Hoch- Achtung und Liebe/als zu einer besseren Lebens-Form angereihet.
udalritus wie länger er bey Hof/ desto grösseren Eckel Kommet
> hatte er ab dem Hof - Leben; dahero geschehen auß Anord- wirdnung GOttes / daß seines Vatteren Bruder Nilo mit Na- dm«™».
I men Bischoff zuFreystngen unseren feeligenuiricb zu sich in
seine Bischöffliche Statt bemffen/ allwo er Ihn kurtz her-nach zu einem Evangclier oder Diaconum gewyhen / und■ also zu einem getreuen Diener CHRISTI verordnet ; inI welchem Stand und Drth/ was er für Anzeigungen seiner
! Klugheit/ Weißheit/ Verstands und Frommkeit gegeben Zu-habe/ beweiset folgende Geschicht. KlugheL
! Ein gewisses Weib / in der Gegend Regenfpurg ge-! bürthig/ wurde/ doch fälschlicher Weis / eines grculi-! chen Lasters halben angeklagt: Dise / als sie sich sötte vor
> Gerichts deß ihren aufgebürdeten Lasters wegen / entschul-digen/ ist sie / nachdem ihre Sünden diß verdient/ vonallen Richteren als schuldig erkennet worden : Solchen
i Schand- Fleck und Unbild aber zu übertragen wolte ihrenunmöglich fallen / begibt sich derentwegen in die Flucht/verlasset ihr Vatterland/ kommet in die Gegend der StattFreysingen / haltet sich verborgener Weis allda auf; hatsich aber nicht also verborgen können halten / daß sie nichtbald verrathen wurde/ also zwar / daß der gemeine Ruffso gar nacher Regenspurg zu dem damahligen Bischoffenkommen/ wie und in welchein Orth daö flüchtige Weibsich aufhalte; und eben durch dise Flucht wurde sie / derbeschuldigten That halber / mehrers verdächtig. Nach-dem also die Sach dem Bischoffhinderbracht worden / über-schickt er ein Schreiben an den Bischoffen von Freysing/mit Vermelden/ das entflohene / Ehrenlose / und verschreyte/
N ri n 2 doch