Schande machen würden. Er hatte Muth genug, denSatz für richtig anzunehmen, daß eine allgemeine Kirchen-versammlung über den Pabst sey, und harre sogar von die»frr an jene appellirt.
Otto gereicht seine Wahl also wirklich zur Ehre, diezugleich von seinen geläuterten Begriffen zeigt. Auch denBischofs von Passau bewog er, seinen erzbischbffrichenCharakter wegen Lorch fahren zu lassen. Weit mehr alsOtto der Erste bewieß sich also sein Sohn als Herr überdie Clerisey, welche er immer in ihren Gränzen hielt,sie sogar n'othigte, ihm die Heeresfolge zu leisten, und daer über dieses nicht leiden wollte, daß sie und ihre Schirm,Vögte, die armen Laien so unmäßig in Kontribution setz,ten , so konnte es nicht fehlen, daß die Histvrienschreiberseiner Zeit nicht nach ihrer Art eine Parallellinie zwischenjhm und seinem frommen Vater hätten ziehen sollen. —
Daß er nicht gefühllos gegen erlittenes Unrecht war,und sich sein Herz mehr auf die Seite der Redlichkeit als.der Chikane neigte, bewieß er deutlich an Lndvlfs undHeinrichs Söhnen. Der Sohn seines Halbbruders hattees nämlich entweder Ottos Mitregentschaft noch bei Lebzei-ten seines Vaters, oder seiner alleinigen Regierung schon, zuverdanken, daß er das Herzvgthum Schwabe», welches Ottoder Erste seinem Vater genommen hatte, bei einer schick,lichen Veranlassung wieder bekam. Dieser ,eue Herzogvon Schwabe», der auch Otto hieß, war überhaupt einsehr edler Mann, und wahrscheinlich ein Herz und eineSeele mit dem jungen Kaiser; womit aber der junge Herzog
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