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Volljährigkeit selbst einigen Einfluß auf die Regierung be*kam, so ward sie doch wesentlich nicht gebessert, weilman ihm von Iugendauf so viel Geschmack an der gedach-ten Regierungsart beizubringen gewußt hatte, daß er sichwenigstens in der kurzen Zeit seiner Regierung unmög-lich davon losreißen konnte. Man darf sich also garnicht wundern, daß man unter der sogenannten Regie-rung Otto des Dritten alles, wiewohl vergeblich an-wandte, um dem Erzbischosthum Magdeburg seinen vo-rigen Glanz nnd seine vorige Große wieder zu ver-schaffen, und daß der junge Kaiser selbst wegen der Ein-griffe seines Vaters in das Heiligthum der Vischbffe undder übrigen Clerisey, sich nicht beruhigen wollte, oder daßer dessen Seele jetzt durch unbedingte Gewährung aller Bit-ten der Clerisey erretten zu müssen wahnre. Eben so wenigwird man sich wundern, daß er bei seinen jungen Jahren,und ungeachtet des Glanzes der seinen Thron umgab,und woran auch er nicht wenig Behagen fand, doch nichtübel Lust hatte, seine Krone gegen eine Kutte zu ver,tauschen.
Otto der Dritte war ein eben so eifriger Proselitenrwacher, wie weiland sein Grosvqter; dieß bezeugen seineerrichteten und erweiterten Erzbißthümer und B'ißthnmer,Paffau, Gnesen, Bresla», Cracau, Colberg. Und ebenso wie Jener beförderte er auf alle Weise das Ansehen unddie Macht der Clerisey, zum Nachtheil seiner oder seinerNachfolger selbst, indem er ihrer Gerichtsbarkeit nicht nurganze Distrikte unterwarf, sondern wohl noch gar einenTheil seiner eigenen Revenuen den Vischoffen abtrat, umwie man ihm weismachte, diese Distrikte bester anbaue»
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