II
Schwaben auf ihre Gesinnungen brachten. Ernst bliebimmerfort der verstockte Sünder, lind suchte eine Rebel-lion um die andere anzuspinnen. Seine Mutter Giselahatte langst die Hand von ihm abgezogen; jetzt ermun-terte sie ihren Gemahl selbst, diesen ihren ausgearteten,und schlechterdings nicht zu bessernden Sohn nach Ver-dienst abzustrafen. Auch die Reichsstande lagen demKaiser an, ihn unschädlich zu machen. Gezwungen er-klärte er ihn endlich in die Reichsacht.
Ernst fand außer dem Graf Werner von Kyburg,keinen einzigen Reichsstand mehr, der mit ihm gemeirr«schaftliche Sache gegen seinen Vater machen wollte; undseine eigene Ritter und Leute sagten ihm jetzt in das Ge-sicht, daß sie keinem Rebellen und unwürdigen Sohn ge-gen ihr würdiges ReichSvberhaupr— seinen nur zu lang,wüthigen Vater — langer dienen wollten (*). Er erhieltendlich seinen verdienten Lohn in einem Treffen, worinneirer blieb; Kein Mensch weinte ihm nach. —
Konrad wollte nicht, daß der Unschuldige mit demSchuldigen leiden sollte, und gab also das dadurch erle-digte Herzogthum Schwaben, niemand anders als Her-mannen, der ganz das Gegentheil seines leiblichen Bru-ders Ernsts war.
Rudolph.
(*) Man vergleiche hiermit die zunächst vorkommendeNote, und das, was ich daselbst oben im Texte ge-sagt habe.