22
Klagen, alle Anmaßungen zuerst mit guten, dann miternstlichen Worten vermiesen hatte.
Als der Kaiser selbst nach Italien gekommen war,lagen sich daselbst eben die Vasallen und ihre Lehenher-ren einander in den Haaren, wovon der hohe Adel, He-ribert wieder alle Schuld in so ferne bcimaß, daß ernämlich die'Vasallen gegen ihr« Lehenherren ausgehätzthabe. Konrad gab dem Erzbischof einen scharfen Ver-weist, der aber dagegen in heftige Ausdrücke gegen denKaiser ausbrach, so, daß ihn dieser gesanglich anhaktenließ, und dem Patriarchen von Aguileja nebst dem Her-zog Konrad dem Jüngern von Rheinfranken und Kärnlhe»zur Verwahrung anvertraute. Allein der Erzdischvf ent-kam, und erklärte das Königreich der Lombarden für le-dig und Otto von Champagne den Feind des Kaisers zumKdnig. Letzterer aber ward ehe er noch nach Italienkommen konnte, und da er eben in Abwesenheit Kon-radö sein Heil an Lothringen versuchen wollte, von demHerzog Gozzilo im Treffen erschlügen. Dadurch wardder Plan des Erzbischofs auf einmal vernichtet. Erlegte sich zum Ziel, und Konrad stellte darauf Ruheund Ordnung in Italien wieder her.
Ehe er Italien verließ, nahm er die Einladung desPabst Benedict des VIII. an, den er besuchte; gieng dar-auf nach Casi'no, wo er den Fürsten von Capna wegenvieler diesem Kloster zugefügten Unbilden absetzte, und
legte