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Versuch einer auf Thatsachen gegründeten und freimüthigen Charakteristik der Kaiser und Könige Deutschlands / von Dr. Johann Georg Leuchs
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hikr immer nochnicht nöthig gehabt habe, meine Leser dar»aufrecht aufmerksam zu mache»,daß nicht dasWelfische>sondern das Hohenstaufische Haus der ursprünglich be«ieidigte Theil, und nicht das Hohenstaufische, sonderndas Wclfische der ursprüngliche Beleidiger gewesen sey.Ich habe immer noch nicht nöthig zu erinnern, daßauch Konrad ein Mensch war, und nur als Mensch füh»Im und handeln konnte. Ich brauche dieses nicht, solange die Rede von Staatsklugheit ja wohl gar vonabsoluter Nothwendigkeit ist.

Oben habe ich gesagt, daß auch das Recht nichtdurchgehends auf Heinrichs Seite war. Hier muß iches beweise». Aus der vorigen Charakteristik weiß man,auf welche niedrige und zugleich unbillige Weise, Lotharund sein Eidam Heinrich dem Hohenstaufischen HauseTusrien entrissen haben. So lange Lothar lebte, mußteKonrab freilich schweigen und dulden; Nun aber diesergestorben war, verlangte er Tuscren zurück. Auf wes>sen Seite war nun hier die Billigkeit auf der SeiteKonrads oder Heinrichs?

Ferner: Heinrich besaß auch in Deutschland, zweiHerzogthümer zugleich: Das war offenbar gegen dieReichsverfaffung. Er schützte den Willen seine? Schwie»grrvatrrS weiland Kaiser Lothars vor, und vergaß darüberder alten gemeinnützige» Lehenvervrdnungen Kvnradsdes Saliers. Sowohl nach den Grundsätzen der Politik« nach den Grundsätzen des deutschen ReichSlehensyr

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