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nimmt wahr, daß seine Tapferkeit ohne den Verstandzu Felde zieht, daß er mehr schwärmt und bethet, alsregiert, viele fromme Stiftungen veranlaßt und begün»stiget, und die ohnehin schon sehr mächtige römisch«Hierarchie noch übermüthiger und stolzer macht. Erschläft jetzt zur Unzeit, und wacht zur Unzeit. Den»Friedrich verschloß sich in die Burg seiner Vater, undüberhub fortan seinen Bruder nicht mehr den Unbequem*lichkeiten der Regierung. Bald werden wir daher Kon-rads bisher bewunderte Staatsklughetk mit Friedrich z»Grabe gehen sehen.
Der Abt Bernhard von klakrvaux, welcher bekannt-lich schon einmal die Vernunft Lothars, zum Besten desPabst, in Fesseln geschlagen hatte, that nun aus dernämlichen Absicht, auch das Nämliche bei Konrad,welchen er zu einem Kreuzzug — den zweiten in derOrdnung beredete. Bernhard und sein würdiger Freundund Gehülfe Adam (*) der erste Abt von Ebrach, er-griffen nun das Ruder, welches sonst Friedrich regierthatte, und steuerten so tüchtig darauf los, daß dasSchiff welches wir Konrads Politik nennen wollen, stattnach Rom zu segeln, um dort — der päbstlichen De-spotie
(*) Ileatum nennt ihn die Vrevls notitia ebrac-
cenäs, welche im Zahre 1738. in 4W gedrucktward. Die Originalausgabe ist selten, der schönereNachdruck zu Rom aber, leicht zu haben.
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