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Versuch einer auf Thatsachen gegründeten und freimüthigen Charakteristik der Kaiser und Könige Deutschlands / von Dr. Johann Georg Leuchs
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scheu ReichsOberhaupt gebührenden Rechte, mit Beibehal-tung des dem AnastastuS als obersten Seelcnhirten gebühren-den Respects. Man steht deutlich, dast seine Achtung ge-gen Anastasius, aus einer ganz andern Quelle entsprang,als die, welche er seinem Vorgänger Eugen bewiesen harte.

Nun kam Hadrian IV. daS gerade Gegentheil vondiesen beiden Pabsten ein stolzer aufgeblasener Mann,der sich für den Lchenherrn von Deutschland ansähe, unddieses Friedrichen nicht nur schriftlich wissen sondernauch durch seine Legaten, in Deutschland und anterwärtsrmgescheut behaupten ließ. Der Erzbischof von Lmidenhatte bei Gelegenheit seiner Durchreise durch Lothrin-gen das Unglück gehabt, welches in den damaligen Zei-ten , wo man alle Lage von Weglagrrunge» und Bcfeh-dungen hbrere, gar nichts Neues war, aufgehoben, be-rankt und gefangen zu werden. Er wandte sich in derFolge an Hadrian, der von dem Kaiser verlangte, daß-r alles liegen und stehen lassen sollte, um ohne weittrseinem Mann, der unter dem Schutz der Kirche stünde,Earisfamon zu verschaffen.

Gar Hadrian stolz und aufgeblasen, so war esFriedrich jetzt noch mehr. Er lachte über jenes Schrei-ben des Pabsts, lachte über die politischen Predigten sei-ner Apostel, und ließ wenigstens die Sache des Erzbi-schofS vor der Hand liegen. DaS Wesentlichste aber,was er ihm zurückmelden ließ, war ohNgrfähr Folgendes :Er, Friedrich sey das Oberhaupt Leö deutschen Reichs

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