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Versuch einer auf Thatsachen gegründeten und freimüthigen Charakteristik der Kaiser und Könige Deutschlands / von Dr. Johann Georg Leuchs
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nahm, und warum er sich so Lenahm? Wir haben ge»sehen , wie er gegen den Erzbischvf Konrad von Mainz,den vordersten deutsche« Prälaten verfuhr, und warumer so gegen ihn verfuhr? Wir haben endlich gesehen,wie wenig Umstände er mir den Cisterziensern machte,und warum?

Ich will noch mehr Beweise anführen. Bei Gele»genheit der Erledigung des Erzbißchums Trier, wachteer eben so sorgfältig über seine Investiturrechte, als ehe«Mals bei Magdeburg. Arnold, dem Erzbischvf vonMainz, und Vorgänger Kvnrads, stand die schimpflicheStrafe deS Hundetragens so nahe als dem PfalzgrafenHermann am Rhein. Beide harren sich wahrend derAbwesenheit Friedrichs befchdet, und dadurch den Land,frieden gebrochen, über welchen der Kaiser strenge gehal-ten wissen wollte. Allein Hermann der schon als einunruhiger Kopf bekannt war, war auch der Anfängerdes Streits. Und Arnold war übrigens ein alter würdi-ger Mann, und eifriger Vertheidiger der kaiserlichenRechte, und der Rechte des deutschen Reichs gegen denPabst, folglich das gerade Gegentheil seines Nachfol-gers. Aus diesen Rücksichten, nahm also Friedrich bil-liges Bedenken, das Haupt dieses Mannes, der auchschon mir einem Fnße im Grabe stand, mit Schande znüberschütten. Die Bischöfe von Bremen und Halber-stadt erklärte er ihrer Lehen verlustig, weil, sie ihm reichs«schlußwidrig weder nach Italien gefolgt, noch auch auf