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Versuch einer auf Thatsachen gegründeten und freimüthigen Charakteristik der Kaiser und Könige Deutschlands / von Dr. Johann Georg Leuchs
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rrach'Rom schleppe, und Uneinigkeiten stifte, werde erjedesmal Kirchen und Palläsis versperren lassen,

Friedrich war also ein Statistiker > - er unserm acht«zehnten Jahrhundert Ehre machen würde. Sehr richtighatte er die ungeheuern Summen berechnet, die vonJahren zu Jahren die römische Curie unter allerhandTituln anS Deutschland nach Rom zog. Aus der näm-lichen Ursache verboth er den Laien das unn'ochige Ap-pelliren nach Rom, und der geringern Klaffe der Geist-lichkeit, das häufige Wallfahrten dahin; einmal deswe-gen , weil das gemeine Volk dadurch in dem Religi-onsunterricht vernachlaßiget ward, und anderntheils auchdeswegen, weil die Klöster und Kirchen immer die Rei-sekosten und Präsente für den römischen Hof hergebenmussten (*).

Er gicng noch weiter. Er hub sogar verschiedeneNonnenklöster auf, weil darinnen mehr Unzucht als ei»

Lz Gott

(*) Der murhige Friedrich der Erste, wagte also wirk-lich im zwölfte» Jahrhundert, in der fürchterlichstenEpoche für die deutschen Kaiser, etwas, was im fünf-zehnten Jahrhundert der schläfrige Friedrich derDritte unter den allergünsiigsten Zeitumstaiiden, zuwagen sich nicht einmal getrauete. Schon diese einzigeBetrachtung zeigt den großen Abstand eines Fried-richs des Dritten von einem Friedrich dem Roth-bart. Joseph der Zweite dachte und handelte indiesem Falle völlig wie Friedrich der Erste.