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Versuch einer auf Thatsachen gegründeten und freimüthigen Charakteristik der Kaiser und Könige Deutschlands / von Dr. Johann Georg Leuchs
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den wollte und dutste er es verderben. Dem Mark-grafen lag mehr der bairische Titul als Vaterland selbstam Herzen, welches noch immer mehr an Heinrichen,als an ihm hieng. Friedrich änderte den Namen Mark-grafschaft in Herzogthum um, gab dem neuen Herzogund seinen Nachkommen den Rang über alle ander»deutschen Herzoge - und die Erblichkeit, die andereFürjftn ohnehin auch schon hatten und vergesse» war.Barern, Heinrich bekam es, und Friedrich hatte seineAbsicht erreicht.

Mit den sardinischen Königreichen f eigentlich Vier«kbnlgreichen) des Baris» und seiner College», gieng eSfast eben so. Die guten Pisaner, denen Friedrich gewo-gen war, weil sie ihm öfters seinen Willen ^ thaten,und die Päbste eben so haßten, wie er selbst, haltenSardinien erobert, mehr zum Besten ihrer Nvbili, alszum Beste» der Integrität ihres Staats; wiewohl derryeriigste Theil von ihnen dieses eingesehen haben mag.Diese Nvbili herrschten in den Städten Sardiniens alsPorestas oder Richter so wie nämlich das Patri-ciat i» den Nepubliquen Deutschlands, oder die Nobiliin den Nepubliquen Italiens, zum Besten ihrer Rcpu-bliquen von je her geherrscht haben, und noch herrschensollen. Einer darnnter Namens Bariso, Potesta zu Dri-skagnk, wäre gerne König gewesen, und die RcpubliquePisa sah ihrer eigenen Ehre wegen, nicht scheel dazu.Man ersuchte den mächtigsten König der Christenheit,

Fried-