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Versuch einer auf Thatsachen gegründeten und freimüthigen Charakteristik der Kaiser und Könige Deutschlands / von Dr. Johann Georg Leuchs
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Zriedrich legte durch sein Ansehen, die Streirigkei«ten zwischen Heinrich dem Löwen und Albrecht dem Bärbei, die Konrad so viel z» schaffen gemacht hatten. Esscheint nicht, als ob er das Verfahren dieses seinesOheims gebilliget habe, deswegen sprach er Heinrichenschon anfangs die winzeburzischen Güter zu, die ihm vonrechtswegen gehörten, und gab Albrechten zur Beruhi-gung die indessen vacant gewordene Güter des GrafenBernhard von Plözke. Er nahm sich deS verfolgtenHeinrichs noch weiter an, verschaffte ihm das Uebrigevom Sachsenlande, dann auch sein Baiern, und stellteden Markgrafen von Oesterreich auf die Weise, wie wiroben gesehen haben, zufrieden.

Das Vermittlungsgeschäft zwischen Heinrich demLöwen und dem neuen Herzog von Oesterreich war ge-wiß keine Kleinigkeit, denn beide waren mächtig, undbeide mit Friedrichen verwandt- und beide rechneten gleichstark auf seinen Beistand. Aber eine weit schwerereRolle harre er zu spielen, als unter seiner Regierungder alte Familien« Groll zwischen den Hohenstaufen undden Welsen wieder aufwachte, sich au die Spitze jener,Friedrich von Hohenstaufen genannt der Rvthenburger,und an die Spitze dieser, der alte Wels stellete; derMlzgraf am Rhein, die Bischöfe von Augsburg,Speyer und WormZ, und der Herzog von Zahlungendie wclfiiche, die Herzoge von Böhmen und Tübingenab-r, und der Graf von Zollern die hohenstaufische Par-

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