24c
>W Bieder und tapfer, wie die meisten seiner Ahnen, sah erFreund und Feind ins Gesicht, kämpfte selbst seinenKampf, und verabfcheuere Tücke und Hinterlist. Erwar viel zu großmüthig, als daß er sich an dem über-wundenen Feind noch härte rächen solle». Nur demje-nigen konnte er nichr vergeben, der ihn unter der Larve
DM Freundes an den Feind verrieth,die U 4
bst, ^ Ein Mann, der Deutschland schon im dreizehntenihm sm Jahrhundert praktisch von der Richtigkeit des Lehrsatzes
eines Sulli zu überzeugen suchte: daß eine RegierungUn Ä ihre Größe ganz allein durch gute Grundsätze erlangenWte könne, aber durch die geschickte Anwendung ihrer Machterhalt?» müsse. Ein Mann, der um so mehr Schwierig»leiten dabei fand, als er erst den durch langjährige Ty-^ ^ raimey erschlafften und ausgemergelten Kräften des einenTheils seiner Anhänger aufhelfen, und bei dem andernd/t >M Theil das entschlafene Gefühl seiner Würde wieder anf-
. erwecken wußte. Ein Mann, dem selbst bei den tausend
leii» l Gefahren, die ihm von seinen Feinden dl-obeten, in den
i vM Handen die Zügel der Regierung schwankten, der aber
M iilchts destoweniger muthig gegen alle Hindernisse hin-
. üttschkitt. — Ein Mann, der sich grdßtentheils bildete;
^ gleich schnell überlegte , sich entschloß und wüthig durch -
griff. Kurz, ein Mann, der es der Unmöglichkeit abgee, .Wonnen zu haben schien — ein solcher Mann sage ich,
^ - Ä inufi gewiß der deutschen Nachwelt ewig ehrwürdig bleuben- verdient ihr Stolz zu seyn.
Leuchs Lyarakterist, H. Th. Q Fried-