kirn im Zaume zu halten, und bedient sich dieser Umgläubigen nur deswegen im Krieg, um des Bluts derChristen zu schonen. Meineidig kann mein Herr nichtseyn, weil es sonst Seine päbstliche Heiligkeit auch seynwürde. Hier zog er viele Schreiben hervor, die deut,lich bewiesen, daß die Handlungen der Päbste nichtwir Ihren Worte» übereinstimmten. — So weit Thad,däno. — Lächerlich ist der Emwurf des Matthäus ParrisiuS, welcher sagt, daß die pabstlichen Schreiben dochallemal Bedingungen enthalten hätten, Friedrichs Schrei-den aber nicht. Auf solch einen Einwttrf wird kein Ge«schichlforscher achten, ddr die Entdeckung gemacht hat,daß die pabstlichen Bedingungen jener Zeiten, die sienämlich den Regenten entgegen setzte», vielfältig Ab,surdiräten enthielten, oder auf den augenscheinlichstenRuin des Gegcncontrahenten oder dessen Staaten abziel,ten. Man darf sicher im zweifelhaften Falle, aus denbedingnißloscn Schreiben Friedrichs immer mehr Gutesprasiimiren, als aus den bedingnißreichen Schreibenseiner allerheiligste» Todfeinde. Allein auf den Vor»trag des bieder» ThaddäuS wurde gleichwohl nicht ge-achtet, Jnnocenzens heuchlerische Thränen drangen durch.
Der Kaiser that noch mehr, um sich bei seinemVolke zu rechifemgen. Er ließ Bischöfe aus Italienkommen, und sich in Gegenwart einiger Dominikanerund Minoriten, dem Licblmgsorden seines Volks »niddes Pabsts, im Christenthum cxaminiren. Er saudie die
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