2ür
Wien — der ältesten in Deiitschland, sondern auch z«der in Neapel. Er ließ die Werke Aristorelis nebst an-dern theils philosophischen, theils medicinischen Schrif-ten, aus dem Griechischen und Arabischen ins Lateini-sche übersetzen, und von dem Rechtsgclehrten Hugoli«nus das longobardische Lehcnrecht sammeln, welchesman noch heut zu Tag, unter dem Tirnl: l,ibri II. keu--«iorum, kennt. Oft mitten unter seine» kriegerischen Au«bereicungen, liehe er sein Ohr der Dichtkunst und demsimpeln Harfner.
Er war nichts weniger als ein Feind der Clerkseyan und für sich, wir haben dieses schon verschiedenem«?gesehen; denn er schätzte jeden biedern und ächten Die«mr Gottes, hoch oder niedrig. Man vermischte aberge»fliffentlich damit den Abscheu, welchen er gegen den Hoch»muth, die Ungerechtigkeit und die Tyranncy deS römi«schen Hofs und dessen Assistenten hatte. Er war sognädig gegen hälft-bedürftige Klöster, als nur je ein deut- ,sches Rcichsoberhaupt seyn konnte; das bezeugen eben dievielen Schenkungen und Freiheiten, die er ihnen gab;das bezeugt der Eifer, mit dem er sie ihrer lästigenSchirmvögte (^ävocsti) zu erledigen suchte. Nur derübermüthigen infulirten Clerisey also, und denjenigenMönchen, welche dem Pabst mehr anhiengen, als sei-ner Meinung nach, die christliche Religion erlaubte» na-mentlich den Dominikanern, Minoriten, und Cisterzien»
fern