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Versuch einer auf Thatsachen gegründeten und freimüthigen Charakteristik der Kaiser und Könige Deutschlands / von Dr. Johann Georg Leuchs
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M chxg weiland Heinrich der Vierte, durch die scimgen er-

M!i ^>hr. AIS nun aber Friedrichs Sohn im Gefängniß

" ' starb, so fanden sich sogleich dienstbercitwillige Geister,

W die aussprengten, oder wie ein Mönch von Padna und

' ^ M Nicolaus von Curbio ins Gelag hinein schriebe»

Wn Und leichtgläubige Seelen die es nachbctheten, daß der

^ Wqter dem Sohn den lieben Sohn der Kirche das

ritch, Leben im Gefängniß habe nehmen lassen.

Man setzt vieles auf die Rechnung des Kaisers,ä M was eigentlich auf die Rechnung seines Statthalters desWp berüchtigten Ezzelin von Rvmano gehört. Wenn ichrW gleich diesen Mann zu vertheidigen mir nicht getraue,ut« so läßt er, dünkt mich, sich doch oft entschuldigen.

Was auch der erkaufte Lobredner eines Innvcenz IV.Wz«! Nicolaus von Curbio, und seines gleichen von ihm sasW!> gen möchten, so ist doch zuverläßig richtig, daß er derMg b treueste Diener seines Herrn, der größte Feind der Fein-m, >« de desselben, und darum auch der von den Päbsten, derClerisey und den abtrünnigen Italienern gehaßteste Menschauf Gottes Erdboden war. Es ist zuverläßig richtig,thW daß man ihn bisweilen grausam zu seyn gezwungen hat-te, und daß man nicht die Hälfte von dem glaube«darf, was seine Landsleure von ihm aufgezeichnet haben.^ M Schriftsteller unserer Zeiten, die ihn sogar in Romanen,^ «nd andern beliebten Lesebüchern, als ein moralisches Un-,n>W geheuer zur Schau stellen, haben gewiß nur italienische,sthBf0 oder doch wenigstens sehr zweifelhafte Nachrichten gelesen,ß «nd