z86 Dom Johann Vernmac.
Alterthum verschiedener adelicher Häuser fest, das sievorher nur aus einer Sage kannten.
Selten mag das, was man in der besten Ab.ficht unternimmt, von jedermann gebilliget werden.Dieses wiederfuhr auch dem D. Vernmac. VielePersonen haben ihn getadelt, daß er sich so sehr aufdie Geschlechtskunde geleget. Aber kann man wohlmit Recht geradelt werden, wenn man der Welk ei.nen Dienst erweiset, besonders , wenn dieser Dienstmit den wesentlichen Pflichten des Standes vereinigetwerden kann ? Und dieß war der Fall bey Dom Ver«ninac. Die Klosterübungen haben bey seiner Arbeitmit den Geschlechtsregistern nie einen Nachtheil gelit>ten; nie ist seine Frömmigkeit geschwächt worden.
Als man in der Congreqation den Anschlag ge.faßt hatte, an der besondern Geschichte der Landschaf,ten arbeiten zu lassen, so wurde dem Dom Vernmacdie- von Berry aufgetragen. Er unterwarf sich seinenObern; und da er den Umfang des Unternehmenseinsah, und schon sehr alt war, so ließ er sich denDom Wilhelm Gero» zum Gehülfen zugeben.Dom Verninac that unterschiedliche Reisen nach Ber.ry, um den erforderlichen Vorrath zusammen zu brin«gen. Diejenige, die er 1746. nach Bourges vornahm,war ihm nachtheilig: er wurde daselbst von einem hi-hiaen Febcr überfallen, welches ihn bey nahe ins Grabstürzte. Er kam wieder zur Genesung; aber seine Ge.sundhcit blieb seit dem bis zum 29. Hornung 17^8,welches sein Sterbetag war, schwankend. Den Tagvorher hakte er die letzten Sakramente mit vieler An-dacht empfangen.
Dom Verninac besaß alle Eigenschaften, sichHochachtung zu verschaffen. Er war ein wahrer auf-richtiger guter Freund, und in seinem Betragen un.
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