Band 
Zweyter Band
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zz6 Dom Franz le Texier.

Nach dem Tode des Herrn von Laylus, desBischoffes von Auxerre, erhielt der Pater Generaleinen Befehl von dem alten Herrn Bischofs von Mirs«poix die Abkey St. Germain von Auxerre auszuleeren,wo sich Dom le Texier aufhielt. Man hatte dieAchtung für ihn ihm anzukündigen, er könne zu seinemAufenthalt unter allen Häusern der Congregation das-jenige erwählen, welches er für das bequemste hielte.Man kam so gar feiner Neigung zuvor, indem manihm nach St. Vincent in Mans befchied. Daselbstkam er im Herbstmonat 1754. an, und jedermannbemühete sich ihn auf die liebreichste Art aufzunehmen.Er überließ sich den gewöhnlichen Pflichtn seines Stan«des, dem Gebet, dem Studiren, dem Lesen in heilngen Büchern. Die Stärke seines Temperaments,ein mäßiges und einförmiges Leben, eine liebenswür-dige unveränderliche Gemüthsart ohne Bitterkeit mach-ten seinen Freunden die Hofnung einer langen Lebens-bahn , da er von einem unvollkommnen Schlagfluß be-fallen wurde, der den Kopf traf, und Veranlassunggab, daß man ihm die leßten Sakramente der Kircheanbot. Er schickte sich dazu zween Tage lang mit einer»erneuerten Inbrunst , und empfieng sie mit feurigerAndacht, nachdem er ein Glaubenöbekenntniß abgelegt,welches er mit den Worten des Vincenrius von Leerins beschloß: ()uoü ubique, quoä temper, quoäab omnibus occ. Er starb den neunten April imJahr 1758. Alles, was sich zu Mans von Ansehenbefand bey der Geistlichkeit, bey der Obrigkeit, undin andern Ständen, die beehrten sein Leichenbegängnißmit ihrer Gegenwart, und mit ihrem Mitleiden.

Dom le Texier hakte in feinem Leben viel ge-schrieben, und sich einen reichen Verrath von vortrefli-chen Sammlungen verfchaft; da aber sein einzigerEndzweck war, den Gelehrten Gefälligkeiten zu erzeigen,

so