Band 
Zweyter Band
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542 Dom Prudentius Maran.

Sprachen treiben unter dem gelehrten Abt Renaudot;aber sie änderten den Vorsah, und trugen dem DomMaran auf dem Pater Touttce bey Herausgebungdes heiligen Lyrill von Jerusalem behülflich zu seyn.Nachdem solche herausgekommen war, so folgere DomMaran seinem Geschmack an der heiligen Schrift,an den Vatern , und an den Kirchenschriftstellern.Er überließ sich also der Bemühung die Religion ausihren Quellen zu erlernen. Er laß die Alten mit vielemFleiß, und machte Auszüge daraus, die ihm dienlichgewesen sind, die vortrcflichen Werke aufzusehen, da-mit er die Kirche bereichert hak. Er brach DiejenigeZeit von der Nachtruhe ab, die ihm die Klosterübun-gen nicht aufs Studiren wenden ließen. Nie verän-derte sein großer Fleiß seine natürliche Frölichkeit, nocherstickte sein Eifer zur Arbeit die Inbrunst feiner Gott-seligkeit. Seine besondere Andacht bestund darinn,daß er den Kindern der Pfarrey der Abkey den Cate-chismus beybrachte, und das Hausgesinde unterrichtete.Er wendete mit Bewilligung seiner Obern einen Theilvon dem, was ihm seine Werke eintrugen, zu Erkau-fang guter Bücher von der Gottseligkeit an, um sie inder Pfarrey der Priorey auszutheilen , davon er denTitel hatte.

Er hatte schon ausnehmende Beweise von seinerErkenntniß und Fähigkeit abgelegt, und man erwarte-te neue von ihm , da ihn 1734. der Herr Kardinalde Bissy aus St. Germain des Pres nebst den PP.Duranv, Bouquec, Dancine, und unterschied«lichen andern verdienten Ordensleuten weichen hieß,die Se. Eminenz als ein Hinderniß ansahen, daß dieBulle von der Gemeinheit nicht angenommen würde.Dom Maran reiset« mit Freuden ab, und begab sichin die kleine Abtey OrbaiS, wohin er verwiesen worden.Daselbst brachte er ein Jahr zu in allen Uebungen des

Kloster.