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Zweyter Band
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596 Dom Germanus Ferrand.

in Reims den 15. des Christmonats 1640. Er stundmit den gelehrtesten Männern nicht nur in Frankreich,sondern auch in ganz Europa in Verbindung. Er hatbloß Anmerkungen oder Erläuterungen über die erstenKirchenversammlungen hinterlassen. Er starb in derAbtey St. Ouen in Rouen den 17. des Herbstmonats1679.

Dom Germanus Ferrand.

^A^om German Ferrand, einer der heiligsten undgrößten Obern der Congregation, war von Pa.ris gebürtig , und sein Vater war ein reicherKaufmann in der Vorstadt St. Germain. In seinemzwölften Jahr wurde er nach Vendome geschickt, umdaselbst unter den Vatern vom Oratorio zu studiren.Seine Neigung zur Buße, welches die Tugend seinesganzen Lebens war, erweckte in ihm die Begierde indie Congregation von St. Maur zu treten. Er wur-de nach Zümiege geschickt, allwo er in einem Altervon neunzehn Jahren seine Gelübde den 8. des Herbst.monatS i6z6. ablegte. Die Erzählung von seinenchristlichen und klösterlichen Tugenden, und die um-ständliche Nachricht von seinen außerordentlichen stren.gen Uebungen, welche er sein ganzes Leben hindurchvornahm , würden ein besonderes Werk erfodern.

Die Bischöffe von Samtes, von Rochelle, undvon Poitierö hatten eine sonderbare Achtung gegen ihn.Der letzte bat ihn inständig an der Verbesserung der Or»densjungfrauen von Moche in seinem Kirchensprengelzu arbeiten. Da er eine überaus große Abneigung vondergleichen aufgetragnen Geschäften hegte, so mußtendie Stifter, und einige andere Personen vom erstenRang des Königreichs die höhern Obern bitten ihn zunöthigen, daß er sich dieser Besorgung unterzog. GOttgab dazu seinen Segen in der kurzen Zeit, die seinAmc eines Visikators der Provinz von Chezal - Benoit,