394 Observ. LVI. Sistens praejudicia, multum variantia , Tribunalium,
siihrlicb nachgewiesen, und vorn Leyser Spec. 354. tu 4. mr't Hinzufugung einigerneuen Grunde vertheidiget \vird , vid.quoqueKvtmCwiS, in Differt.de Testamentiscontroversis , potißmum publicis F. Tabor. in traclatu , tefiamentoprincipi oblato c. 2. H //. 7 / bedarf auch hierbey keiner besondern Solennitaeten ,sondern es iß genug , dummodo te fator per libellum supplicem aut Notarium autProcuratorem, sufficienti Mandato injlruchim , aut testibus duobus fide dignisfi ip at uni, qid mandatum ex ore tefiatoris audiverint , teftamentum ad Judicemofferat. Waere also der Enge Ihr echt durch ein Shreiben an den BurgermeiftcrKenkel , oder sonst auf eine andere Art , a defunclo hinlaenglich zur Depofitiouauthorifirt , und bevollmaechtigt gewesen, so Würde das ohnfireitig hinlaenglichseyn. Wohingegen die daher genommene Vermuthungen , dass der Deftinclus ,nach dem Schreiben an den Inspectorem zu bVeJel , die Ueberfchickung des qu.Teßamcnts gerade na h Ruppin verlangt , auch usque ad mortem nicht acquie-feirt haben "würde, wenn die Ueberfchickung durch den etc. Engelbrecht nichtmit feinem Vorbewufi geschehen , in einer solchen wichtigen Sache , wie die Ueber-gäbe eines Testaments ist , flicht hinreichend find. Der fernere , von denenKlaegern erregte Zweifel hingegen, dass nemlich das qu. Testament dem B.M,Vehr allein übergebest worden , ist von mehrerer Erheblichkeit, So verschiedenauch die Rechtslehrer hierin urtheilen, da einige praesentiam judicis hinreichendhalten, andere aber zwey Scabinos cum Actuario , und noch andere eins von die-sen beiden cum Judice erfordern, und noch andere dariim einen Unterschiedmachen, ob die Uebergabe in loco judicii geschehen, oder nicht ,vid. Berliehius,Finckelthufius, Mcncken, in Diff. de'lestam. jud. §24. Srru v.'Ex. yz.th. y,Hoppius in Comment, ad Inst. L.2. t. 10. Stryk, in dist. de leflam. principi etc.H. /S. Lauterb. in Dist. de Testam, publ. §. 16, Carpzov. p. y. C.j, d. ty. n. j2.Berger, in Oecon, juris , L. 2. 7 . 4. th. 2. n, 4. Rrunneman ad l. ty. C. de Te-stam. Leyser , Med. ad ff. fp. jy4. n.i. Krausias in all, Distert, §. ty. soist jedoch die richtigste Meinung wol unstreitig , dass zur Annahme eines gericht-lichen Testamenti, Judex r d Actuarius nothwendig , mehrere Personen aber unm-thig find. Diejenige , Welche solius Judicis praesentiam hinreichend halten ,haben offenbar das c. 23.Z. de testibus gegen steh , wo es beist: quod unius Ju-dicis , ß in caußs , ßve testamentis , five contractibus , quaeßio agitatur , verbtnon credatur, nec scripto eorum, nisi testium adminiculo fulciatur, eam ob-tinet firmitatem, Und wenn schon hingegen Krausius in Difs. all §, //. ein-
wendet , dass das Capitulum altegatum nur den Fall vor Augen habe , fi judexde negotiis coram fe , aut extra judicium gestis t testimonium perhibet, quo incastu tantum fidem privati mereatur ; fio laß sich doch dieses um deshalb nichtbehaupten, da ein Judex , extra aÜa aliquid deponens } cum mille testibus inju-ratis, bekantermafsen nichts erweiset, cum testi injurato non credatur ; viel-mehr ist Wol gewis, dass unter dem Ausdruck , testium adminiculo, praesen-tia feabinorum , oder Welcher das Capitulum praecedens u. X. de probat, voreinerley hält, Attuarii seu Notarii verstanden wird. Mithin folget hieraus , dasssolus judex nicht hinreichend sey, und dass , ad minimum , der Attmrius zu-gegen