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Briefe an einen jungen Prinzen von einem alten Manne : in zweenen Bänden / aus dem Schwedischen übersetzet von J.D. Reichenbach.
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Z2 Eines alten Mannes Briefe

dieses Unthiers Klauen zu reißen. Gesetzt auch, Ißdieses Mittel nicht glücket, so ist es mir Ehre ge»y,unter einem so ehrenvollen Versuche zu sterben.

Es wartete mit Verlangen auf die Nacht; idsobald die Finsterniß eingefallen war, und es nDrachen schnarchen und wimmern hörete ( denn ieUntugend schläft allezeit unter Angst), eilete esnder Stille nach Meister Lmds Thüre zu, und k-Hete sachte an selbiger. Die Magd Machete zrirdie Thüre auf; sah aber, nach Art des gemeinVolkes, welches sich nicht um das, was niedrigst,bekümmert, in die Luft. Sie meynete, daß erHausvater unrecht gehöret hätte: er stund demrchselbst auf, sah um sich herum und wurde endlich 'sHermelins gewahr. Da dieser ehrliche Manne-gen Creaturen mitleidig ist (welches allezeit ein r-tes Herz anzeiget): so hieß er es willkommen ftr,verwunderte und erfreuete sich zugleich, daß es, kcheiner so allgemeinen Vertilgung, noch beym Lenwar, und begehrete Milch herein, um es zu kra-cken. Nein, habet Dank, Meister! sagete düskleine saubere Thier, hier sind Hunde und Katz:mein Gewerbe ist, von euch einen Kranz von Wi-raute zu begehren. Weinraute! versetzete MeerLind, gern! (denn der, welcher gern giebt, gitbald, und bringt nicht die Zeit mit unndthigen Franzu). Er gieng auch sogleich hinaus, schnitt Wi-

rae,