4O4 Eines altern Mannes Briefe
ge geschehen darf, als es der erste Philosoph Pytha-goras von seinen Schülern verlängere.
Ich bin nicht von den Gedanken des französi-schen Feldmarschalls Faberts, der, da man ihm sei-ne Sckwatzhaftlgkeit vorwarf, antwortete: Z' mmsmieux äire äe8 lorises, 6' en encenäre. Ichwill im Gegentheile lieber Thorheiten hören, als reden.Das erstere ist ein Fehler anderer, das letztere meineigener. Der sicherste Ausweg ist, so wenig, als esgeschehen kann, mit Thoren umzugehen.
Was kam: eines Menschen Verstand mehr ver-mehren, als wenn derselbe seine Schwachheit, beyaller Gelegenheit und in allen Zusammenkünften ver-rath? Wenn er gleichsam selbst saget : Höret nuran, von was für geringer Gründlichkeit meine Ge-danken sind! wie wenige Acht ich auf die Sachengebe, wovon geredet wird! und wie wortreich undleer an Gedanken ich bin!
Mancher, der sonst ein im Umgänge erbaulicherMann geworden wäre, ist eine Plage der Gesell-schaft geworden, weil er nicht noch ein oder zweyJahre' geschwiegen. Mancher ist mtt seinen Schrif-ten auf ewig verunglücket, weil er nicht noch einoder mehrere Jahre anderer Werke gelesen hat.^k> 8 ^ue rerum plurimarum leiencia, verdorumvolubi1it28 inam8 aryue irriäenäa, saget Cicero,im Isten Buche äe orac.
Die