Band 
Erster Theil.
Seite
XLVII
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Xl.VIl

Lebens-Beschreibung.

^ Ktiechte der beyden Officier, sondern auch einige, auf deren Befehl, zu-^ ^ vor heimlich versteckte Soldaten von den so genannten Blauröcken,plötzlich durch den ncchsten Busch hervorbrachen, und auf wiederhol-te, tes Zuruffen des von Lochau und Bennigsen, der sich inzwischen auch

wieder in den Sattel geschwungen hatte,Bestem sämmtlich anfielen,Mtz so daß er sich umkehren, und durch so viele zu Pferde und Fusse, sich her-

ausfechten muste, die alle zugleich mit Schießen, Stechen und Hauen,meuchelmörderischer Weise, auf ihn eindrangen.

^ ^ Nichts destoweniger vertheidigte er sich so muthig, daß er gleich^ ihrer zwey,und darunter den einen in die Brust stach, und als ihm dar-

M über der Degen entzwey gieng, unverzüglich einem andern die Fuchtel

inÄl wieder aus der Hand riß, und sich so hertzhafft zur Wehre setzte, daßihm keiner etwas anhaben konte.

»"W Unterdessen ward das Gefechte darüber so heftig und in einanderverwirrt, auch der Dampf so groß von dem vielen Schiessen, daß mansich nicht mehr unter einander erkennen konte, und die vorhandene Zu-Avs schauer auszuweichen gezwungen wurden. Bessern und seinem Un-»Ä tergebenen aber ward, durch die Menge der auf sie Eindringenden, der

Paß dermaßen verhauen, daß sie weder zu ihren Pferden noch zu ihrenbeP Pistolen gelangen konten.

htü Der tapfere Maydel, auf welchen ebenfals mit nicht mindererrr L Mordsucht als auf seinen Hofmeister losgestürmt ward, hatte sich,m K den Rücken in etwas frey zu haben, inzwischen an einen dicken BaumHM gestellt, und wehrte sich auf das ritterlichste. Bald hernach traf einern dlii- von den aufs neue geschehenen Schüssen,und zwar,wie man muthmas-iLH set, aus der Hand des von Lochau, ihn von hinten zu, durch den Nück-chv, x- grad recht in das Hertze. Darüber fiel er seinem neben ihm fechtenden»d 'E Hofmeister in den Arm, und als er seinen sterbenden Mund kaum nochM hinreichen und mit Wincken Abschied nehmen können, muste er sein> ^ junges und Hoffnungs-volles Leben, auf eine so unglückliche Weise,„E Morgens zwischen neun und zehn Uhr, endigen.

Der Hofmeister, welcher sich alsofort seinem verwundeten Un-tergebenen als einen Schirm vorstellte, und ihn und sich vor weitererVerletzung muthigst beschützte, als er an dessen bereits erfolgtem Tode

nicht