Band 
Erster Theil.
Seite
LXVIII
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Lcbms-Beschreibung.

inzwischen herbey, und zugleich der Tod Königs Carl des Zweiten.Dessen Leichen-Begängniß und hernach die prächtige Crönung Kö-nig Jacobs, welche beyde Besser mit genauer Aufmcrcksamkeit be-trachtet hatte, gab ihm den ersten Geschmack von dem Ceremoniel-Wcsen; wie er sich dann von Stund an mit allem Ernste darauf zulegen anfieng, und sich daher ins besondre den Umgang mit dem Herrnvon Spanheim zu Nutz machte, welcher im Aprilmonat als Chur-Brandenburgis. Gesandter von Paris nach London gekommen war,und in dergleichen Dingen eine mehr als gemeine Erfahrung besaß.

DerzwölssteMertzgab Bessern schon zuvor eine Gelegenheitan die Hand, wegen eines entstandenen Rang-Streits sich hervorzu-thun. Der Königl. Ceremonien - Meister hatte den Abend vorherihm und dem Residenten von Venedig, Herrn Vignola, zu Able-gung ihres Glückwunsches bey dem Könige wegen seiner Erhebungauf den Thron, gcmeldten Tag anberaumt und eine gewisse Morgen-Stunde dazu ernannt. Vignola begehrte so fort den Vorzug, undberuffte sich auf das Verhalten des Chur-Cölnischen Gesandten,wel-cher ihm bisher ohne Widerspruch gewichen wäre. Besser im Ge-gentheil setzte sich hartnäckig darwider, mit dem Bedeuten, daß er,vermöge seiner schrifftlichenVerordnung, nicht das allernrmdeste sei-nem Churfürsten vergeben würde, als welcher schlechter dingtz keinerRepublick den Vortritt zugestünde.

Einige andre damahls gegenwärtige Gesandten legten sich da-zwischen, und brachten endlich beyde dahin, daß sie sich das Wort ga-ben, derjenige, welcher auf gesetzten Tag eher als der andre in demKönigl. Vsrsiral anlangen würde, sollte, ohne alle weitere Einwen-dung, auch so dann zu erst vor dem Könige reden. Der KayserlicheGesandte aber kriegte Bessern, als Vignola nach Hause gefahrenwar, auf die Seite, und sagte ihm, der Jtaliäner wäre ein alter durch-triebener Fuchs, er solle auf seiner Hut seyn, weil jener bereits einenlistigen Anschlag im Kopfe haben mäste, sonst dürffte er sich nicht soleicht begvemt haben, und alsdann würde er ungeschem vorgeben, derChur-Brandenburgische Residente wäre ihm gewichen. In diesem !Falle aber köme er sich nicht entbrechen, solches an den Kayserlichen H

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