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Lebens-Beschreibung.
Seine wohlausgeführte Verrichtung gab zwar dem Hof allesgewünschte Genügen; allein, der am 29. April darauf erfolgte Toddes Churfürsten Friedrich Wilhelms, verhinderte die würckliche Er-füllung, so mancher unserm Bester dafür gethanen hohen Gnaden-^ « Zusagen. Der Ausgang dieses Jahrs aber setzte ihn vollends in dieäusserste Bestürhung, als ihm auch seine getreue Kühleweinin durchMSjl den Tod von der Seite gerissen ward. Siewar gleich bey seinerAb-
OG reise nach Königsberg erkranckct, hatte sich aber, als er wieder kam,dergestalt erholet, daß er sie, ihrem eigenen Begehren gemäß, in dasAztz Carlsbad bringen konte. Dannochgab sie,gleich nach ihrer Zurück-
>ss k xunfft von dar, so wohl in ihren Reden als Geberdcn, lauter Anzei-
W« gungen eines ihr vorstehenden nahen Todes von sich. Sie genas end-
n Ech sich am achten des Christ-Monats, aber unter den allerempfindlichstm
^!! Geburts-Schmerhen und bey augenscheinlichen Todes-Zeichen, ihresdritten Kindes, welches jedoch zwey Tage hernach, wie die Sechs-n T» Wöchnerin den vierzehenten darauf, von dem Tode übereilet; folglich
'atz die Mutter, mit ihrem neugebohrnen Töchtergen in den Armen, densiebenzehnten Abends beygesetzt ward, als sie kaum den siebenden Tagh k! ihrer Wochen, das siebende Jahr ihres Ehstandes, und noch nicht da^
feiÄl sieben und zwanhigste ihres Alters erreichet hatte. Es würde eineVerwegenheit seyn, wann ich es wagen wollte, dem Leser allhier eineM Erzehlung von ihrem schönen und erbaulichen Ende zu machen, nach-
lM dem ihr Wittwer uns ihren beweglichen Abschied und ihr wohlver-«k dientes Ehren-Gedächtniß, beydes in gebundener und ungebundener1A Rede,auf eine so lebhaffte und hertzrührende Weise vor Augen gele-
r, U get hat, daß diese beyde Stücke nicht nur als ein unverbesserlichesngM Beyspiel einer vollkommenen Schreib-Art von allen wahren Ken-nern bereits verehrt, sondern auch noch in Zukunfft zwey unübertreff-Wr liehe Meister-Stücke in unsrer Sprache verbleiben werden. Geseg-M net sey das Andencken einer so liebenswürdigen Ehfrau, welche durch»M ihre edle Eigenschafften das schöne Looß verdienet hat, an einen sodch it geschickten Mann verbunden zu werden, der mit dem seinigen zu-dO gleich auch ihren Ruhm vermahlen, und mit seiner auch ihre Liebe ver-
, » ewigen können, indem er den Nahmen und den Tugend-Nuff seiner
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