Band 
Erster Theil.
Seite
22
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22 Staacs - und Lob - Schafften.

So stirbt uns ja nicht gar, der uns zum Meinen zwinget;

Nachdem der Himmel uns solch einen Sohn beschert:

Deß grosse Tugenden so grossen Vaters werth;

Durch den sich unser Staat nur wiederum verjünget.

Mir klagen zwar den Held, das Brandenburgstbe Heil;Doch wie wir ihn nicht gantz dem Namen nach vermissen,

So bleibt auch von ihm selbst in Dir sein bester Theil;

Es bleibt uns Friederich/ nur Wilhelm- ist entrissen.

W 'ich ein Geheimniß mag man aus der Theilung nehmen?

Da das Verhängniß ihn nicht gantz uns lassen kan; i

Har es doch durch den Raub, den es von ihm gethan,

Sich unsrer Zeit und Noth gesuchet zu beqvemcn. !

Es nimmt uns zwar von ihm deß Wilhelms Gegenwart;' jAllein es hat in Dir den Friedrich uns bcschieden. !

Es last uns unser Glück, nur auf ein ander Art:

Zuvor durch Friedmnd Helm, itzt bloß durch Friedrichs Frieden.

Nichts bessers schicket sich auf einen grossen Helden,

Der durch der Massen Glantz sein grosses Haus erhöht;

Als solch ein Friederich, durch den der Ruhm besteht.

Man will, was du vermagst, und was wir wünschen, melden.

Das Glücke, das bisher für Brandenburg gesiegt,

Will nun sich unter Dir erholen und Verblasen;

Und das, so durch das Schwerdt der Wilhelm hat erkriegt,Soll unter Friederich sich wurheln und berasen.

Der Nahme Friederich ist von den ältsten Zeiten,

Als ein Gelückes-Bild, in Brandenburg geprägt.

Die Ersten haben schon es beyderseits belegt:

Atzt in dem Dritten soll er dreyfach es bedeuten.

Und warumb fügt es sich, daß bey der zwölftem ZahlDer Himmel eben Dich vor 3) zween erwehlen wollen?

s) Vor Sr. Cöurfürstl. Durchl. sind noch zween altere Printzen, als: Wil-helm Heinrich und CarlAemU gewesen.

Als