Band 
Erster Theil.
Seite
24
JPEG-Download
 

-4 Staats-und Lob-Schafften.

Mas prophezeien sich die treuen Unterthanen,

Dein groß und weites Land auch in der a) andern Welt?

Sie sehen, grosser Fürst und grosser Friedens-Held,

Dein Leben uns den Weg zu Milch und Honig bahnen.

Sie rühmen dein Gemüth, sie kennen deine Huld;

Sie wissen, daß dein Schutz wird den Bedrängten wachen;

Und daß, wie Dir manch Creutz erhärtet die Gedult,

Dich die Erfahrung auch mitleidig weiß zu machen.

Wenn deine Gottesfurcht die Feinde wird erschrecken,

Und dein gerechter Sinn die Bösen überziehn;

Wird Seegen und Genieß den frommen Vvlckem blühn,

Und sie dein Gnaden-Arm mit seinem Schilde decken.

Sie werden, sprechen sie, durch deine Gütigkeir,

Des grsssm Vaters Huld auch noch im Tode loben;

Nachdem, die er nicht selbst begütert und erfreut,

Er zur Begnadigung Dir einhig aufgehoben.

Was sagen sie nicht auch von deiner Schönheits-Sonne,

Der himmlischen Sophie, von der mit keinem FugDir Sparta b) klagen wird: sie sey nicht schön genug?Sie ist des Landes Schmuck und deiner Völcker Wonne:

Die Demuth hat in ihr sich deutlich abgeprägt:

Sie ist alleine werth dein hohes Haus zu mehren:

Und wie Sie aller Wunsch anihund bey c) sich trägt;

Sind aller Herhen auch bereit sie zu verehren.

Als muß sich Brandenburg bey dem Verluste fassen:

Da Friedrich Wilhelms Tod uns den bestimmten Sohn,Von solcher Fähigkeit, geruhig auf dem Thron,

Und mit Ihm ein Gemahl, Ihm gleich an Werth, verlassen!s) In Africa.

i>) Der Spartaner Koma Archivs mus ist gestrafter worden, daß er eine unge-stalte Gemahnn geheirathet gleich als wenn er dadurch seinem Volckenicht Könige, sondern nur Kcgiilos zeugen würde.

-) Ihre Churfürst! Durchl. die Churfürstm gingen eben damahls mit demdamahligen Kron-Printz schwanger.