Band 
Erster Theil.
Seite
46
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46 Staats - und Lob - Schafften.

Mit ungezognem Schweiff versucht davon zu wischen:

Bemühte * Wränget sich, in unwegsamen Büschen,

Uns zeitig zu entgchn, nach aufgerafftem Stab.

Wir aber schnitten ihn vom Groß des Heeres ab,

An welches alsobald sich ** Homburg muste hangen;

B.s, da sie sich gesetzt, der Held in vollem Sprengen,

Z.ncchst bey Fchrbcrlin, auf deren Lager stieß:

Das mit Geschütz verschantzt, sich allen Sieg verhieß.

O Tag! an dessen Glück die gantze Marck gehangen!

Wer,'als nur unser Held, hätt deß sich unterfangen?

Mit Reutern kleiner Zahl, ermüdet zu dem Streit,

Ein ausgeruhtes Heer, stolh von der alten Zeit,

Das zweymahl starcker war, im Vortheil anzugreiffen?

Sein Vortrab mustc schon den einen Flügel streiffcn.

Der Kriegs-Rath widcrrieth die allzukühne That;

Er aber blieb darauf: Nur Treffen sey der Rath.

Der Feind ist in der Furcht, sprach er, und in der Enge:

Was irrt des Höchsten Schutz, und unsern Muth die Menge?Das Volck verlangt den Kampf. Er redt es kürtzlich an:

Was ihr am Rhein gesucht/finde ihr auf diesem Plan.Ihr wist, was man verübt; So übt auch nun die Rache.'Ich sterbe heut/ mit euch/ für die gerechte Sache.

Man trieb im ersten Stutz uns alsobald zurück;

Er hielt den Abfall auf mit seinem blossen Blick.

Sein Hertz verließ ihn nicht, schien gleich das Glück zu wancken;Er rief: Ihr Freunde halt, diß ist der Ehren Schrancken:

Und drang selbst in den Streit, wo der am dicksten war.

Man unterschied ihn nicht, als nur durch die Gefahr:

Nur dadurch, was um ihn die Stücke *** nieder schössen;Womit zugleich sein Geist sich auf sein Heer ergossen»

* Der berühmte Schwedische Feld-Marschalck.

** Se.Durch1. der Herr Land-Graf von Homburg, General von der Bran-denburgschen Eavallcrie.

*** So gar daß auch Sr. Churst. Durch! znr Seiten dero Stall« Meisterkrodeuius von einer Stück-Kugel erschossen ward.

Nicht