Band 
Erster Theil.
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90 Staats - und Lob - Schafften.

Gantz PohlM, und mit ihm sein feuriger August,

Gantz Pohlen, so viel nicht der Eigennutz bcthöret,

Drückt nun viel hertzlicher den Nachbar an die Brust,

Nun durch den neuen Glanh sich ihre Freundschafft mehret,

Nun so viel einiger das Band von ihren Reichen,

Als sie einander iht an Ehr und Würde gleichen.

Die Inseln Etlstelands samt ihrem KönigeErinnern sich annoch der 2) Hülste des Verwandten,

Und ruffen höchst erfreut herüber von der See:

Glück zu dem neuen Reich! den Preußschen Meeres-Kanten!

Der andern, und auch uns, die Crone stützen können,

Wer wolte selbigem nicht eine Crone gönnen?

Die klugen Bataver gedencken an den k>) Schutz,

Als der gemeine Feind den Unter-Rhein erschrecket,

Und finden, daß es selbst erfordert deren Nutz,

Daß der ein König sey, der ihren Staat bedecket;

Theils weil es würdiger; theils daß sie auch gedencken:

Ein König werde sie noch minder lassen kräncken.

So bringt der eine diß, der ander jenes vor;

Als wolte keiner nicht, daß es nicht billig schiene.

Doch gehet aller Spruch auf dieses Hauses Flor,

Und daß es Friederich mehr als zu wohl verdiene:

Weil doch, wohin man nur die Augen mächte führen,

An allem, was er hat, der König ist zu spüren.

Wenn mancher Reisender durch unsre Länder zieht,

Und nun drey Wochen lang bey Tag und Nacht gereiset,

Denn endlich wieder fragt: Wem höret diß Gebiet?

Und man ihm abermals dasselbe Bildniß weiset:

a) Davon zeuget die Medaille: Lxpeöikicr Lrirsimics Lonsil. 8- ^rml; »äjuka.d) Diß geschah, als Seine Majestät in dem vorigen Krieg Rheinberg, Käy-ser-werch und Bonn, den Feinden abnahmen, und durch Besteyung desUnter Rheins d-e Niederlande bedeckten; nach dee Uberschnfft der hier»aul geschlagenen Medaille: Lsluz krovlaclarum.

Erschrickt