Band 
Erster Theil.
Seite
135
JPEG-Download
 

Staars - und Lob - Schriffren. iZ5

Kunst-Griffe,sondern nur gewöhnliche und bekannte DingeMr sind. Sintemahl allhier, nach jenem Spruche: !a plusMilz Aranäe linckle elk ci ecre donnere komme: Die ganhepH k Arglist in Redlichkeit bestehet. Aber deßwegen, daß sie be-^ ch kannt, bleiben sie dennoch das cinhige und sicherste Mittel,

'l'ÄU: bey einem iugendhafften Fürsten sich aufzubringen. Undld Wj genug, daß sie dem Herm von Kolben darzu gedienet.

MÄ, Die Hauß-Ncgcln des Landmannes sind wohl die gcmeine-

EÄz stcn, und mit dem allen treffen sie am meisten ein: Oder Sie schein«,Ä roch meynet man, daß etwas darum leicht und gering sey, weilen NEer

>'»em lb es uns so vorkommet, oder es andere mit Leichtigkeit vcrrich-i» vollbringer der K tcn ? Die vollkommenste Schafften sind, nach der Allerbe-ichnik rcdtcsten Urtheil, dermaßen beschaffen, daß ein jedweder, der»Hm sie liest, sich ihrer leichtfliesscndcn und gar zu natürlichen Re-

im dens-Art wegen festiglich einbildet: Man könne nicht an-A» II! ders sprechen, und Ä) wir selbst würden es eben so lnachen;

'M> da doch, wenn wir uns nun hinsehen es zu versuchen, wir mitMx Verwunderung gewahr werden, wie sehr wir uns in unsererM Rechnung betrogen, und wie wir öffters nicht eine Zeile nach

WL solcher Schreibens-Art zuwege bringen können. Was ist Das siehet^lk? ^ bekanter, als daß man seines Herrn Gnade, weder zum Ei- Exempel "

chtz gcnnutz, noch zur ungebührlichen Freyheit nrißbrauchc? und AU.

gleichwohl versehen es die meisten Hof- Leute darin, daß solßE bald ihr Herr ihnen ein wenig freundlich zuspricht, sie also-i KL fort der Gelegenheit wahrzunehmen gedcnckcn, sich einelfnE Gnade auszubitten, oder sich bey ihm in eine Familiarität zu« L dringen. Was ist bekanter, als daß man keinen bey seinemM Herrn verleumden müsse ? weilen ein kluger Herr, von derkM au seinem Freunde begangenen Untreue, gar leicht einen^ Argwohn schöpften möchte,man würde es auch mit ihm nicht

ss.» r) Illo moäo conüäunr te polte cNccre. I^sm Orationi; iubri-

' UkLS imtrsdUt« illr ^uictem viäetur eile exiitlmsnri, ieä nUiil

DU etl experienri minuz. Oal. /'er/I und - - -

,, t/r übt ^uivi; iperer täcm : aber, 8uäer mulrum, fruÄra^u»

t<ibo»er, ichem:

e- 3 4 anders